Sichtbare Tätowierung bei der Polizei nicht erlaubt

2. Oktober 2014 at 16:11

Sichtbare Tätowierung bei der Polizei nicht erlaubtEin Bewerber wollte zur Polizei in NRW. Das Problem: er hat auf seinen Unterarmen großflächig die Vornamen seiner beiden Töchter eintätowiert. Der zukünftige Arbeitgeber lehnte daher die Bewerbung ab.

Diese Ablehnung wurde mittlerweile vor zwei Instanzen gerichtlich erörtert. Sowohl als VG Arnsberg, wie auch das OVG in Münster haben sich der Entscheidung angeschlossen.

Die Entscheidung wurde wie folgt begründet: “Im Dienst müsse jede Individualität hinter der neutralen Erfüllung des Auftrags zurücktreten. Es bestehe die Gefahr, dass die Autorität des Polizeibeamten durch Tätowierungen beeinträchtigt werde.”

Da die Verwaltungsvorschriften eine Ablehnung bei Tattoos vorsehe, diese aber nicht ausnahmslos verboten seien, stelle dies keine Unverhältnismäßigkeit dar.

Bereits im Juni hatte das VG Darmstadt eine ähnlich lautende Entscheidung getroffen. Eine Bewerberin war von der Bundespolizei abgelehnt worden, weil sie ebenfalls am Unterarm ein großes Tattoo hatte. Das Gericht schloss sich auch hier der Entscheidung des Dienstherrn an.

Wir möchten von euch wissen:

Von Polizisten:
Habt ihr Tattoos, vielleicht sogar im sichtbaren Bereich? Wie geht der Dienstherr damit um? Wie verdeckt ihr sie?
Ob mit oder ohne Tattoo: Seht ihr das Verbot als Einschränkung der persönlichen Entfaltung an?

Von allen anderen:
Würdet ihr einen Polizist akzeptieren, bei dem ein Tattoo sichtbar ist? Was wäre für euch nicht mehr akzeptabel?