Polizist adoptierte 2 Kinder von ermordeten Müttern

8. Mai 2015 at 9:28

Polizist adoptierte 2 Kinder von ermordeten MütternDer Kriminalhauptmeister Carlos Benede hatte es weder privat, noch beruflich immer leicht. Überall, wo er eingesetzt war, ging es hauptsächlich um die Täter – die Opfer spielten wenig bis gar keine Rolle (außer als Zeugen). Diese Tatsache war sehr schwer für den Beamten und so dachte er schon frühzeitig daran, den Polizeiberuf aufzugeben.

Dennoch machte er weiter und kam in den 90er Jahren zu einer neuen Einheit, die sich mit Opferschutz und Prävention befasste. In dem Bereich konnte er ganz er selbst sein und hatte endlich die Chance auch etwas für die Menschen zu tun, sie zu unterstützen und auch positive Ergebnisse für die Opfer zu erzielen.

Während seiner Dienstzeit adoptierte der heute 50jährige einen 11 jährigen verstörten Jungen, dessen Mutter vom eigenen Vater getötet wurde. Auch seinen jüngsten Sohn bekam er auf die gleiche traurige Art und Weise. Wieder ging es um ein Kind, einen 4jährigen, dessen Mutter vom eigenen Vater ermordet wurde.

Heute ist Carlos Benede nicht mehr als Polizist tätig, sondern gründete eine Jugendhilfe und kümmert sich um Kinder, die woanders kaum noch eine Chance bekommen.

Benede trennte sich von seiner Partnerin und war lange Zeit, zu seinem Beruf als Polizist, ein alleinerziehender Vater von 2 adoptierten Kindern, die sehr schlimme Dinge miterleben mussten und auch traumatisiert waren.

Der folgende Link zeigt den Beamten mit seinem ältesten Sohn Alex in einer Talkshow. Dort erzählt er, wie es zu den Adoptionen kam und auch sein Sohn, der damals 11 Jahre alt war, berichtet von seinen Erfahrungen. Die Ermordung der Mutter bis zu seinem neuen Leben bei einem Polizisten, der im Grunde anfangs ein Fremder war, ein Uniformierter, der seiner Mutter nicht geholfen hat.

Auf die Frage, was Benede als erstes mit dem Jungen gemacht habe – „Eine Streifenwagenfahrt mit Blaulicht zum Eis essen

Auch wenn die Kinder etwas sehr furchtbares in ihrer Kindheit erlebt haben, hatten sie doch das Glück auf einen Menschen zu treffen, der ihnen eine neue Chance ermöglicht hat. Und wieder einmal wird klar, dass auch Polizisten einfach nur Menschen sind.