Molotowcocktails auf Streifenwagen und Dienststelle in Köln geworfen

20. September 2015 at 21:44

Molotow_KoelnSteinwürfe auf Polizisten, ein verletzter Beamter

Am späten Freitagabend haben Unbekannte mehrere Molotowcocktails in Richtung der Wache in Köln-Porz geworfen, die jedoch nicht zündeten. Ein Tatzusammenhang mit einem Ereignis vom selben Nachtmittag wird derzeit geprüft.

Gegen 23:20 Uhr am Freitagabend hörten die Polizisten der Wache in Köln-Porz mehrfaches Klirren von außerhalb des Gebäudes. Als die Beamten nachsahen, entdeckten sie mehrere zersprungene Brandflaschen unmittelbar neben einem Streifenwagen. Offenbar befand sich in den Flaschen Brandbeschleuniger und entsprechend getränkte Tücher.

Während die Polizei die Fahndung nach den Tätern aufnahm, wurden sie von Passanten angesprochen, die eine Gruppe von sechs bis acht Jugendlichen haben flüchten sehen, die dunkel gekleidet waren und “dicke Jacken” trugen.

Bislang ist die Fahndung noch ergebnislos verlaufen. In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Köln noch Zeugen, die sich per Tel.-Nr. 0221/229-0 oder per E-Mail auf poststelle.koeln@polizei.nrw.de melden können.

Am Nachmittag des gleichen Tages hatte eine Streife gegen 16:15 Uhr einen polizeibekannten Kölner im Alter von 18 Jahren festgenommen. Laut Zeugen hatte dieser einen sogenannten Totschläger an einen 15jährigen übergeben. Die Streife konnte bei den beiden tatsächlich zwei Teleskopschlagstöcke sicherstellen.

Bei dem 18jährigen fanden die Beamten zudem Drogen und eine vierstellige Bargeldsumme. Aus diesem Grunde sprachen sie gegenüber dem 18jährigen einen Platzverweis für diesen Bereich aus und fertigten gegen ihn eine Anzeige wegen Drogenhandels.

Gegen 20 Uhr entdeckten die Beamten den 18jährigen abermals in diesem Bereich, so dass sie ihn zur Durchsetzung des Platzverweises in Gewahrsam nehmen wollten. Dieser versuchte sich zunächst durch Losreißen der Festnahme zu entziehen. Als dies nicht gelang, ging eine Gruppe von 20-25 Personen auf die Beamten zu. Die Polizisten wurden aufgeforderte den 18jährigen gehen zu lassen.

In der bedrohlicher werdenden Situation setzten die Polizisten Pfefferspray ein, so dass sich die Gruppe Jugendlicher zurück zog, um anschließend gezielt mehrere Steine in Richtung der Polizisten zu werfen. Ein Polizist wurde hierdurch leicht verletzt.

Die Kripo Köln hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit einen Zusammenhang zwischen diesen drei Ereignissen.

Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs, versuchter Gefangenenbefreiung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Hinsichtlich der Molotowcocktails wird zudem wegen versuchter schwerer Brandstiftung ermittelt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/3126381

Wir wünschen dem verletzten Kollegen schnelle Genesung!

Molotowcocktails auf eine Dienststelle, verletzte Polizisten, Drogenhandel und Gefangenenbefreiung. Das an einem Tag, mitten in Deutschland. Quo vadis…?