Leserbrief von Frank

6. Oktober 2015 at 21:20

Auch ich bin Polizist (in Leipzig) und das schon seit 20 Jahren. Das was der Kollege da schrieb kann ich nicht ganz nachvollziehen (Leserbrief: Gedanken eines Polizeibeamten zur Asylproblematik).

Leipzig_AuslaenderdelikteAsylbewerber sind noch gar nicht als Asylanten anerkannt, weil erst geklärt werden muß, ob überhaupt berechtigte Asylgründe vorliegen. Daher benötigen sie weder einen Sprachkurs, noch dezentrale Unterbringung oder Integration.

Ich vertrete die Meinung, daß alle bis zum Abschluß des Asylverfahrens zentral in Heimen untergebracht werden müssen. Das erleichtert eine zügige Abschiebung ungemein. Eine Residenzpflicht für die Dauer des Verfahrens ist ebenso notwendig.

Natürlich müssen die Verfahren enorm beschleunigt werden, so wie z.B. in der Schweiz. Dort wird innerhalb 48 Std. entschieden. So kann man alle aus Syrien relativ schnell aussortieren.
Marokkaner, Libyer, Tunsier, Algerier, das sind Ethnien, die momentan keine triftigen Asylgründe vorweisen können, müssen schnell abgelehnt und abgeschoben werden.

Zieht man sich das AsylVfG zu Rate, dann dürften in Deutschland kaum Asylbewerber ankommen. Denn es steht darin, daß nur, wer nicht über einen sicheren Drittstaat einreist, das Recht hat einen Asylantrag zu stellen. Deutschland ist umgeben von sicheren Drittstaaten.

Wer schon jahrelang in der Türkei war und nun auf einmal, weil die Kanzlerin es so gesagt hat, sich aufmacht um zu uns zu kommen, der hat keine Anrecht auf Asyl. Denn der flieht dann nicht mehr vor dem Krieg.

Richtig wäre es, was die EU schon seit Jahren diskutiert, wenn an den Außengrenzen (Griechenland, Italien, Spanien) zentrale Auffanglager entstehen würden. Hier muß binnen 24 Std. der Flüchtling registriert werden. Danach erst wird er nach einer festen Quote auf die EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt. Dort beginnt dann, nach einheitlichen Regeln (die es lt. Schengenvertrag eigentlich gibt), daß eigentliche Asylverfahren.

Aber man hat es versäumt diese Auffanglager überhaupt ordentlich zu errichten und auszustatten. Die Schuld liegt dabei nicht bei den jeweiligen Staaten, sondern bei der EU!

Und was zur Zeit bei uns ankommt, und nun erinnere ich an die Aussage von unserer Ministerin für Arbeit u. Soziales vom 10.09.2015 vor dem Bundestag – nur 10% derer, die nach Deutschland kommen haben überhaupt einen Schulabschluß und nur 2% von diesen 10 % könnten überhaupt bei uns a.G. ihrer Qualifikation, eine Tätigkeit beginnen – kann auf dem Arbeitsmarkt überhaupt nicht bestehen.

Sie werden dem Staat auf der Tasche liegen! Auch das hat die Ministerin gesagt. Ich kann auch diese ewige Leier von Integration und Fachkräften, die wir brauchen, einfach nicht mehr hören. Auch wenn man etwas Falsches oft wiederholt, wird es nicht richtig.

Was wir hier in Leipzig erleben ist ein aggressives Auftreten von Ausländern gegenüber der Polizei und der einheimischen Bevölkerung. Besonders junge Frauen werden von den meist ebenfalls jungen Männern bedrängt. Werden sie abgelehnt, dann sind diese in ihrem Ego so angegriffen, daß sie die Frauen zusammenschlagen.

Nach ihrem Empfinden haben sich die Frauen ihnen zu beugen – aber so läuft das bei uns nicht! Solange sie sich nicht nach unseren Normen und westlichen Werten verhalten, wird es in der breiten Masse keine Akzeptanz für Migranten geben.

Bei uns dürfen Ausländerdelikte und besonders die mit Asylbewerbern nicht mehr im Lagefilm erfasst werden, weil dieser sonst zu umfangreich wird. Auch in Pressemitteilungen dürfen nicht mehr so viele Meldungen über die Straftaten von Ausländern genannt werden.

Man hat Angst, daß die Stimmung sonst kippt. Dabei ist sie das eh schon, wenn ich mal von Sachsen ausgehe.

Es dauert nicht mehr lange und es ist Feuer unterm Dach, und dann sind alle führenden Politiker wieder ganz doll erschrocken und predigen Betroffenheitslyrik.

Nur uns, die Polizei, wird es nicht wundern, weil wir den täglichen Irrsinn miterleben.

In diesem Sinn, frohes Schaffen noch.