Randele bei Demos zum Tag der Deutschen Einheit befürchtet

2. Oktober 2015 at 22:03

Zum Tag der Deutschen Einheit
Polizei muss 20 Demos in Jena schützen
In Frankfurt rechnet Polizei mit Ausschreitungen

Morgen ist Tag der Deutschen Einheit, aber nicht irgend einer. Denn morgen jährt sich die Wiedervereinigung zum 25. Mal. Quer durch die Republik gibt es Feste und offizielle Zeremonien. Aber auch Demonstrationen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir möchten zwei Städte heraus greifen, in denen wir die Lage morgen mit Aufmerksamkeit beobachten werden.

Randale_TDDE15In Jena (Thüringen) hat die Polizei bekannt gegeben, dass es drei angemeldete Demonstrationen rechter Organisationen geben wird. Dem stellen sich insgesamt 17 Gegendemonstrationen entgegen.

Die Polizei rechnet mit mehreren Tausend Teilnehmern und wird mit mehreren Hundert Beamten im Einsatz sein, um die verschiedenen Lager zu trennen und Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die Polizei Jena appelliert daher auch an alle Teilnehmer, friedlich zu demonstrieren und keine Straftaten zuzulassen.

Dieser Appell richtet sich also nicht nur an die üblichen Krawalltouristen, sondern auch an die für gewöhnlich friedlichen Teilnehmer, die sich klar von den Gewalttätern distanzieren und diese ausgrenzen sollen.

http://stadtroda.otz.de/web/stadtroda/startseite/detail/-/specific/In-Jena-sichern-mehrere-hundert-Polizisten-die-20-angemeldeten-Demonstrationen-a-877687296

Die Polizei in Frankfurt am Main (Hessen) rüstet sich ebenfalls für den Tag der Deutschen Einheit, da hier die Festivitäten an drei Tagen stattfinden und bereits heute Abend die erste Demo geplant ist.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill rechnet mit einer mittleren dreistelligen Zahl an Gewalttätern und er weiß ganz genau: “Diese Leute kommen mit dem Ziel, Straftaten zu verüben.” Bereits heute Abend werden 1.500 Teilnehmer erwartet, die ihrerseits mit starker Polizeipräsenz rechnen müssen. Auch Wasserwerfer werden in Bereitschaft versetzt.

Die Linie ist auch in Frankfurt klar gezogen. Die Polizei will jegliche Protestaktionen vom Bürgerfest am Mainufer und in der Innenstadt fern halten. Auch für die Sicherheit der geladenen Staatsgäste muss die Polizei sorgen. Für immerhin 20 Prominente gilt die höchste Sicherheitsstufe.

Polizeipräsident Bereswill möchte allerdings für nicht allzu viel Aufregung sorgen. Er rechnet jedenfalls nicht mit Ausschreitungen, wie sie anlässlich der EZB-Eröffnung im März zu beobachten waren.

http://www.fr-online.de/einheitsfeier/einheitsfeier-in-frankfurt-polizei-warnt-vor-krawallen-,32039532,32059244.html

Wir hoffen und wünschen, dass die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit friedlich verlaufen! Jeder gewalttätige Protest läuft dem ursprünglichen Anliegen zuwider und richtet den Fokus allein auf Gewalt. Das kann niemandem nützen.