Polizeipräsidium Mittelfranken gedenkt seiner getöteten Polizisten

21. November 2015 at 20:44

Gedenktafel PP Mittelfranken

Bild: Benjamin Huck via nordbayern.de

Im Polizeipräsidium Mittelfranken wurde eine Gedenktafel enthüllt, auf der die Namen der seit 1917 im Dienst getöteten acht Polizisten stehen. Vermerkt sind neben Geburts- und Todestag auch die Dienststelle, auf der die Kollegen zuletzt ihren Dienst leisteten.

So wie z.B. Theodor Hofmann, er war zuletzt beim Spezialeinsatzkommando (SEK) in Nürnberg. Am 24. April 1982 war er zusammen mit einem Kollegen in der Fahndung nach einem flüchtigen Bankräuber im Einsatz. Als die beiden den Gesuchten antreffen, fordern sie ihn auf stehen zu bleiben.

Der Mann drehte sich um und feuerte sofort auf die Beamten, danach richtete er sich selbst.
Der Täter war sofort tot, Hofmann starb einige Tage später im Krankenhaus.

Der letzte Vorfall, bei dem ein Polizist des PP Mittelfranken zu Tode kam, liegt 15 Jahre zurück. Christian Trautner verfolgte zusammen mit einem Kollegen am 12. Oktober 2000 einen Ford, der wie wahnsinnig durch Bubenreuth raste. Als der Ford durch einen Fahrfehler mit einem Plattfuß liegen bleibt, gehen die beiden Polizisten mit gezogener Waffe an das Fahrzeug heran.

Als sich die Autotür öffnet, feuert der Fahrer sofort mit einer russischen Armeepistole vom Typ Makarov auf die Beamten. Trautner stirbt im Kugelhagel, sein Kollege wird schwer verletzt.

Der Täter überlebt nach mehreren Notoperationen und war ein gesuchter Verbrecher, der einige Monate zuvor aus einer psychiatrischen Einrichtung geflohen war.

Unter Trautner ist auf der Gedenktafel noch Platz für weitere Namen. Dass diese Tafel irgendwann aktualisiert werden muss, das wünscht sich niemand beim PP Mittelfranken.

So sagt Polizei-Vizepräsident Roman Fertinger, der die Tafel enthüllte: “Die Rechtsbrecher werden immer brutaler.” Dennoch hofft er, dass der freie Platz auf der Tafel und noch sehr lange frei bleiben wird.

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/gedenktafel-der-polizei-erinnert-an-acht-getotete-kollegen-1.4799809

Einen zentralen Platz, an dem man der Opfer unter den Polizisten gedenken kann, fehlt oft. Daher ist es eine respektvolle Geste, wenn der Getöteten offiziell gedacht wird; denn sie leisteten ihren Dienst für die Allgemeinheit.

Zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des PP Mittelfranken hoffen wir ebenso, dass die Gedenktafel möglichst gar nicht mehr erweitert werden muss. #staysafe