Schussabgabe auf Polizeidienststelle – Kein versuchtes Tötungsdelikt, aber Staatsanwalt setzt Belohnung aus

6. November 2015 at 18:31

Schuss PrümGestern Abend gegen 19:20 Uhr hat ein Unbekannter einen Schuss auf die Polizeidienststelle in Prüm (Rheinland-Pfalz) abgegeben. Zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Polizist in dem betreffenden Raum im Erdgeschoss.

Wegen der Spezialverglasung konnte das Projektil das Fenster nicht durchschlagen. Der Beamte, der sich in diesem Raum befand, hatte auch keine Möglichkeit den Täter zu sehen, da die Jalousien herunter gelassen waren. Umgekehrt konnte der Täter nicht sehen, ob sich jemand im Raum befand.

Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Zunächst wurden Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdeliktes aufgenommen. Die Dienststelle liegt unmittelbar an einer Bundesstraße im deutsch-belgischen Grenzgebiet.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117701/3167706

Am heutigen Freitag haben sich Experten des Landeskriminalamtes die Einschussstelle angesehen und kamen zu dem Schluss, dass es sich vermutlich nicht um eine scharfe Waffe gehandelt hat, sondern evtl. um eine Luftdruckwaffe oder ähnliches.

Aus diesem Grunde geht die Staatsanwaltschaft Trier nun nicht mehr von einem versuchten Tötungsdelikt aus, sondern von einer Sachbeschädigung und einer versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Zudem hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgelobt.

Zeugen oder Hinweisgeber melden sich bitte bei der Kriminalinspektion Trier unter Tel. 0651-97792290. Vertrauliche Informationen zum Vorfall können beim eigens hierfür eingerichteten Vertrauenstelefon unter 0152-28854968 übermittelt werden.

http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=e0df36f8-443d-455e-a463-121017c3fd5c

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/trier/ermittlungen-in-pruem-unbekannter-schiesst-auf-polizeiinspektion/-/id=1672/did=16434868/nid=1672/rzhwep/index.html

Solche Meldungen ist man eher von Großstädten wie Berlin oder Hamburg gewöhnt, wobei man sich an solche Meldungen nie gewöhnen kann. Dass so etwas aber bei einer Landdienststelle passiert, ist schon erschreckend.

Zum Glück ist niemand verletzt worden und man kann nur hoffen, dass der Täter gefasst wird!