STATEMENT Die Gefahr von außen ist präsent – und doch „bekämpfen“ wir uns intern?

24. November 2015 at 19:52

Statement GefahrDie ganze Welt dreht sich seit Ewigkeiten um Terror und Krieg.
Der Terror kommt nicht erst jetzt nach Europa – er war auch schon vor Jahren präsent in beispielsweise London (2005) oder Madrid (2004).

Vor etwas über einer Woche wurde er wieder in unsere Köpfe gelassen, durch die feigen Anschläge in Paris und auch den Anschlagsplanungen in Hannover.

Wir können in dem Fall nur einen großen Dank aussprechen, dass die Polizei die Lage in Hannover so schnell und gut unter Kontrolle gebracht und somit Schlimmeres verhindert hat.

Was passiert jetzt? Uns persönlich fehlt es zwar an ehrlicher Aufklärung seitens der Politik und der Medien – und zur Zeit wird man mit Meldungen von möglichen Gefahren nur so überschüttet. Aber was nun?

Wollen wir uns verkriechen? Wollen wir die kommenden Wochen und die schöne Weihnachtszeit im angeblich sicheren Heim verbringen?

Jeden Tag drohen Gefahren – im ganz alltäglichen Leben.
Morgens mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit –lassen wir jetzt das Autofahren sein?
Im Haushalt passieren die meisten Unglücke – lassen wir jetzt das Aufräumen oder Treppensteigen sein?

Aber was uns persönlich am meisten ärgert bzw. auch traurig macht, ist die Tatsache, dass selbst in der momentanen heiklen Situation, manche Menschen noch eins drauf setzen müssen.
Am Wochenende gab es wieder Fussballspiele und Demonstrationen, die zur Folge hatten, dass sich sogenannte „Fans“ und „Krawalltouristen“ prügeln mussten und auch wieder Polizisten verletzt wurden; und was fast noch schlimmer war – selbst vor Kindern machten die Gewalttäter keinen Halt.

Gerade einmal eine Woche, nachdem der Terror wieder nach Europa gekommen war. Demonstrationen enden nur noch selten friedlich, da einige ihren Frust, nicht nur an Gegenständen, sondern auch an Menschen auslassen müssen, die zum Schutz aller da sind.

Überlegt einmal, wer dafür sorgt, dass ihr überhaupt euer Recht zu demonstrieren ausleben könnt? – Ja richtig – die Menschen dieses Landes, die eine Uniform tragen und auch gerne jeden Tag zu ihren Familien heimkehren würden.

Allein dieses Wochenende waren hunderte Polizisten im Einsatz um die verschiedensten Sicherheitsaufgaben zu erledigen – um uns allen zu ermöglichen, dass wir unsere Rechte wahrnehmen können, in Freiheit und Sicherheit überhaupt erst auf die Straße gehen können.

Mein Gott denkt doch einmal nach: ihr greift die Menschen, die Polizisten, an, die gerade in der jetzigen Zeit ohnehin enorm belastet sind und trotzdem jeden Tag dafür sorgen, dass es noch sicher in diesem Land ist.

Wenn einige jetzt so weiter machen, dann brauchen wir keinen Terrorismus mehr von außen – dann bekommen wir uns auch selber kaputt.

Wollen wir das wirklich? Wollen wir auf Fußballspiele, Weihnachtsmärkte, (friedliche!) Demonstrationen verzichten? Ganz sicher nicht!

Also warum ist es so schwer, ein friedliches Miteinander zu pflegen?! Wir verstehen das einfach nicht!