Trotz akribischer Vorkehrungen – Temposünder wird doch enttarnt

14. November 2015 at 19:45

Radarfalle Stinkefinger

Bild: Polizei Dortmund

Dieser Fall der Polizei Dortmund (NRW) gehört wohl zur Kategorie „dumm gelaufen“.

Ein junger Mann wollte es der Polizei zeigen und fuhr absichtlich zu schnell an einer Messstelle vorbei. Vorher deckte er jedoch die Kennzeichen des Fahrzeuges mit Zeitungspapier ab, versteckte sein Gesicht hinter der Sonnenblende und grüßte mutig mit seinen beiden Mittelfingern in Richtung Kamera.

Dieses dreiste Verhalten führte dazu, dass sich die Ermittler herausgefordert fühlten und sich nun das Foto einmal etwas genauer ansahen.

Lange dauerte es nicht, bis sich bei der genaueren Prüfung des Bildes mit einer Lupe ein guter Hinweis auf den möglichen Fahrer ergab.

Auf der Heckscheibe stand die Aufschrift einer„Fast-Food Kette“, somit kamen sie schnell auf das Kennzeichen und letztendlich auch auf den Besitzer des Renault Twingo – der Inhaber des Fast Food Lieferservice und Chef des dreisten Autofahrers.

Nachdem der Beamte den Lieferservice aufsuchte und auf einen schockierten Chef traf, gab einer seiner Angestellten sofort zu, dass er der besagte Fahrer an dem Tag war und zeigte sich einsichtig.

Er begründete sein Verhalten damit, dass er den abzockenden Behörden mal einen Denkzettel verpassen wollte.

Aufgrund der Tatsache, dass er mit 55km/h in einer 30er Zone geblitzt wurde, kommt auf den jungen Mann ohnehin ein Bußgeld und ein Punkt auf sein Flensburger Konto zu. Jedoch könnte dieses Bußgeld sich aufgrund des Vorsatzes mindestens verdoppeln.

Positiv bei dieser Sache war, dass der gefrustete Fahrer den Tag darauf zur Polizei ging und sich für sein Verhalten persönlich entschuldigte.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4971/3173412

Ein netter Versuch und er hat sich auch wirklich Mühe gegeben. Aber am Ende hat es ihm nur noch mehr Ärger eingehandelt. Positiv hierbei ist wirklich, dass der junge Mann sich persönlich auf der Wache für sein Verhalten entschuldigte. Bleibt zu hoffen, dass er daraus gelernt hat und in Zukunft seinem Ärger anderweitig Luft verschafft. 😉