Zahlt IS für Entwaffnung von Polizisten?

3. November 2015 at 15:18

IS_EntwaffnungZahlt Terrormiliz Islamischer Staat (IS) 100.000 € für Entwaffnung von Polizisten und Soldaten? (Quelle: krone.at)
Ein Gerücht, dessen Quelle nicht verifiziert werden kann, sagt die Landespolizeidirektion Steiermark.

Bereits seit Tagen macht unter Polizisten das Gerücht die Runde, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) habe angeblich Flüchtlingen 100.000 Euro versprochen, wenn diese Polizisten oder Soldaten entwaffnen.

Einzige Quelle dieser Information ist die österreichische Kronen Zeitung, die sich ihrerseits auf ein Schreiben der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) beruft. Zwar berichten mittlerweile auch weitere Nachrichtenportale darüber, diese berufen sich aber alle auf die Kronen Zeitung.

Allein diese Tatsache sollte ein großes Fragezeichen hinter diese Behauptung setzen, denn die Zeitung bleibt einen Beweis schuldig: das angebliche Schreiben der OSZE wird weder verlinkt noch sonst irgendwie genannt oder zitiert.

http://www.krone.at/Oesterreich/IS-Terroristen_zahlen_100.000_Euro_fuer_Polizeiwaffe-OSZE-Warnung-Story-480036

Nun hat sich die Landespolizeidirektion Steiermark dieses Gerüchts angenommen und versucht, die Quelle zu verifizieren.

Ergebnis: nicht möglich.

Bereits seit einigen Tagen sei dieses Gerücht bekannt und es sei aus Slowenien gekommen. Das genannte Schreiben der OSZE konnte nicht nachvollzogen werden.

Dennoch weist die Landespolizeidirektion Steiermark darauf hin, dass solche Informationen zunächst ernst genommen und dann überprüft werden.

Auch wenn sich diese angeblich “zuverlässige Quelle” nicht verifizieren lässt, gibt die Polizei in der Steiermark den Hinweis an sämtliche Abschnittskommandanten weiter, die ihre Einsatzkräfte sensibilisieren sollen, damit sie auf erhöhte Eigensicherung und Sicherung der Kollegen achten.

Bislang sei es noch zu keinen Zwischenfällen oder Versuchen einer Entwaffnung gekommen.

http://orf.at/stories/2307537/

Also alles nur Stimmungsmache?

Schon möglich, den genauen Antrieb für diese Schlagzeile kann nur die Kronen Zeitung und insbesondere der Redakteur Christoph Budin nennen, der diese Schlagzeile verfasst hat.

Nichts desto trotz gilt für alle Polizistinnen und Polizisten, und auch für die Soldaten, die an den Grenzen und bei den Flüchtlingen eingesetzt sind, was für den täglichen Dienst immer gilt:

Achtet auf eure EIGENSICHERUNG, damit ihr nach dem Dienst wieder heil nach Hause kommt!