Die Polizei: dein Freund und Taxiunternehmen

12. Dezember 2015 at 23:51

Freund und TaxiIn Lübz (MV) rief am Sonntagabend ein alkoholisierter Mann mehrfach den Notruf der Polizei und erzählte, dass es eine Schlägerei gäbe und somit eilte eine Streife zu dem angegeben Ort.

Als die Beamten eintrafen konnten sie allerdings keine Schlägerei feststellen, sondern lediglich den Anrufer, der sich noch immer in der Telefonzelle befand.

Nach der Befragung des Mannes stellte sich heraus, dass dieser eine Kneipentour hinter sich hatte und das ganze Geld in Alkohol umgesetzt hatte. Der 44jährige konnte sich kein Taxi mehr leisten und ein Bus fuhr um die späte Uhrzeit auch nicht mehr in seine 17 Kilometer entfernte Heimat.
Deswegen rief er den Notruf und erfand eine Geschichte, damit eine Streife zu ihm käme.

Der Mann erreichte sein Ziel und die Polizisten fuhren ihn nach Hause:

Allerdings nicht aus Mitleid, sondern um aufgrund des hohen Atemalkoholwertes von 2,26 Promille mögliche Straftaten des Mannes zu vermeiden.

Ganz umsonst war diese Fahrt im Nachhinein aber nicht für den 44jährigen.

Einerseits wird ihm die Fahrt im Streifenwagen in Rechnung gestellt und des Weiteren erwartet ihn nun auch noch eine Anzeige aufgrund des Notrufmissbrauches.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/108763/3195476

Kurz gesagt: das Taxi wäre am Ende wohl günstiger gewesen. Aber in dem Wort Notrufnummer steht nicht umsonst das Wort „NOTRUF“.