Einbrecher sticht mit Schraubenzieher auf Polizisten ein – Warnschüsse und Festnahme

8. Dezember 2015 at 0:28

SchraubenzieherangriffIn der Nacht zum gestrigen Nikolaustag kam es in Bruchsal (Baden-Württemberg) zu einem Einbruch, bei dem zwei Polizisten den Einbrecher antreffen konnten und dann von diesem mit Schraubenziehern angegriffen wurden.

Gegen 23:45 Uhr wurde der Polizei ein Einbruch in eine Bäckerei gemeldet, die innerhalb eines Baumarktes im Industriegebiet von Bruchsal liegt. Als die erste Streife eintraf konnten die Beamten eine aufgebrochene Scheibe vorfinden.

Aus dem Verkaufsraum heraus trat dann der Einbrecher auf die Polizisten zu und wollte gewaltsam flüchten. Dies versuchten die Polizisten zu verhindern und ergriffen den Straftäter. Alle drei gingen hierbei zu Boden. Da der Straftäter in beiden Händen Schraubenzieher hielt, stach er nun auf die beiden Polizisten ein.

Hierdurch gelang dem Einbrecher zunächst die Flucht. Die beiden Polizeibeamten nahmen trotz Verletzungen die Verfolgung auf. Zusammen mit 30 Unterstützungkräften und dem Polizeihubschrauber gelang in der Folge die Festnahme, sowohl des 31jährigen Täters, als auch seiner 30jährigen Frau, die etwas abseits als Komplizin auf ihren Mann wartete.

Während der oben beschriebenen Gefahrensituation sind durch die Polizisten zwei Warnschüsse abgegeben worden. Die beiden verletzten Beamten, 31 und 21 Jahre alt, erlitten Prellungen, Hämatome und Schnitt- bzw. Schürfwunden im Bereich der Arme und Beine. Sie konnte beide ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.

Wie es in der gemeinsamen Presseerklärung von Polizeipräsidium und Staatsanwaltschaft Karlsruhe heißt, haben die Schutzwesten der Polizisten im geschützten Bereich schlimmere Verletzungen verhindert.

Wie sich herausstellte, kommt das festgenommene Paar aus dem Raum Südbaden auch noch für weitere Einbrüche in Frage. Sie wurden bereits gestern dem Haftrichter vorgeführt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110972/3195179

Wir haben mittlerweile erfahren, dass die beiden verletzten Kollegen gut betreut und versorgt werden. Das finden wir angesichts eines solch dramatischen Einsatzverlaufs sehr gut und auch wichtig.

Daher hoffen wir, dass bei beiden ihre körperlichen und seelischen Wunden sehr bald wieder geheilt sein werden. Wir wünschen euch das Beste hierzu!