Fragen einer jungen Frau aus der linken Szene

21. Dezember 2015 at 20:49

Fragen linke SzeneUnsere regelmäßigen Leser wissen, dass wir öfter Leserbriefe veröffentlichen und hierbei nicht nur die Meinungen von Polizisten, sondern auch von Bürgern weiter geben.

Heute aber haben wir einen etwas ungewöhnlichen Leserbrief. Nach unserem Beitrag mit der Antifa, und dass die Verharmlosung durch Medien und Politiker endlich eine Ende haben muss, meldete sich eine junge Frau bei uns, die sich selbst der linken Szene angehörig fühlt.

Dennoch hat sie sich von der Ideologie nicht völlig verblenden lassen, wie ihre Zeilen deutlich machen. Ihre an das Team gerichteten Fragen geben wir, mit ihrer Erlaubnis, an unsere Leser weiter. Die uns namentlich bekannte Autorin möchte anonym bleiben:

Wahrscheinlich riskiere ich mich bei Ihnen lächerlich zu machen, aber egal. Erst mal Respekt zu Ihrer Seite (trau mich aber irgendwie nicht zu liken).

Ich bin/war selber in der linken Szene aktiv und bin kein Unschuldslamm, habe öfters Kolleg*innen von Ihnen provoziert. Aber Gewalt gegen Sie oder die komplette Diskriminierung (und ja, das ist ACAB etc ) war nie meins.

Ich bin auch dafür bekannt diese Umstände zu kritisieren, aber mit meiner Meinung zu Leipzig bin ich laut Linken weit übers Ziel hinausgeschossen. Ich hab viele gute Erfahrungen, vor allem mit Menschen von der Bundespolizei, gemacht und teilweise auch mit USK Beamt*innen.

Klar gibt es überall schwarze Schafe, aber Menschen sollten auch mal sich selbst anschauen, was die lieben Menschen der Autonomen/Antifa oftmals vergessen, weil das Argument, wie ich es verstehe, Rechte zünden Flüchtlingsheime an und wir nur Mülltonne, ist, naja, etwas dämlich.

Ich habe einen großen Respekt vor den meisten Menschen die in ihrem Beruf arbeiten und verdank einigen Kolleg*innen von Ihnen viel. Und langsam steigt in mir der Hass hoch wenn ich von Vorfällen höre wo die Polizei angriffen wird, weil sie das Grundrecht eines jeden Bürgers schützt.
In dem Fall machen Sie ihren Job.

Was sich mal viele Linke für eine Frage stellen sollten ist: Ist es denn nicht das gleiche Menschen wegen ihren Beruf zu diskriminieren wie Menschen wegen ihrer Herkunft zu diskriminieren?!

Aber meine eigentliche Frage war: haben Sie vielleicht Ideen wie man Menschen, vor allem in politisch links angehauchten Kreisen, sensibilisieren kann? Oder ob man Menschen irgendwie von dem Thema überzeugen kann, dass auch Sie Menschen sind?

PS: Ich benutze Ihren letzten Post gerade als Argumentationshilfe.