Angriffe auf Einsatzkräfte in Düsseldorf und Düren – Polizei musste einschreiten

26. Januar 2016 at 1:31

Angriffe auf EinsatzkräfteAm vergangenen Wochenende kam es in Düsseldorf und im Kreis Düren zu mehreren Angriffen auf Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei, bei denen die Polizei einschreiten musste.

Gewalttätige Aktion im Hambacher Forst

Unbekannte hatten im Bereich der Rodungszone des Tagebaus Hambach entlang der ehemaligen A4 Barrikaden errichtet. Als durch den Stromnetzbetreiber diese Barrikaden mittels Radlader unter der Aufsicht der Polizei beseitigen wollte, wurden von Vermummten Brandsätze und Feuerwerkskörper in diese Richtung geworfen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden Fahrzeuge des Netzbetreibers, der Feuerwehr und der Polizei mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Hierdurch wurden mehrere Fahrzeuge beschädigt.

Zum Glück wurde niemand verletzt, da die Brandsätze die Einsatzkräfte verfehlten. Ein Streifenwagen der Polizei wurde fahruntauglich gemacht, da Unbekannte Krähenfüße auf der Straße verteilt hatten.

Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Euro. Es wird wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/8/3232702

Feuerwehr empört – Rettungsmitarbeiter bei zwei Einsätzen in Düsseldorf behindert und angegriffen

In der Nacht von Freitag auf Samstag war ein Rettungswagen (RTW) zur Erstversorgung eines Patienten auf der Heinrich-Heine-Allee eingesetzt. Während die Besatzung mit der Notfallversorgung im RTW beschäftigt war, stiegen plötzlich zwei unbeteiligte Männer in den Transportraum hinzu.

Sie wurden aufgefordert diesen zu verlassen, da ansonsten die Polizei gerufen würde. Auch drei Passanten, die die Situation beobachtet hatten, traten hinzu und forderten die Störer auf, das Rettungsdienstpersonal in Ruhe arbeiten zu lassen.

Es entwickelte sich anschließend ein Handgemenge, gefolgt von einer Schlägerei, bei der ein Rettungsassistent derart geschlagen wurde, dass dieser bewusstlos zu Boden ging.

Die alarmierten Polizisten schritten konsequent ein und konnten die Situation bereinigen. Es wurde Anzeige erstattet.

Nur 24 Stunden später wurde ebenfalls ein RTW zu einer bewusstlosen Person in die Potsdamer Straße gerufen. Als der RTW nur acht Minunten später eintraf, wurden die Rettungsassistenten sofort verbal von den 20 umherstehenden Bewohnern angegangen, dass sie viel zu lange gebraucht hätten.

Während einer der Rettungsassistenten Untersuchungsgeräte aus dem Notfallkoffer entnahm, wurde er von einem der Bewohner durch einen Faustschlag auf den Kopf getroffen. Der Rettungsassistent ging sofort bewusstlos zu Boden.

Auch hier musste die Polizei durchgreifen und die Situation bereinigen.

Die Feuerwehr Düsseldorf erklärt hierzu:

“Die Feuerwehr Düsseldorf ist empört und besorgt über zwei Gewaltdelikte gegen Rettungsdienstpersonal bei Notfalleinsätzen, die sich am 23. und 24. Januar auf der Heinrich-Heine-Alle und in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Potsdamer Straße zutrugen.

Die Polizei wurde in beiden Vorfällen hinzugerufen und konnte die Situation entschärfen. Ernsthafte Verletzungen gab es keine, Anzeigen werden dennoch erstattet.”

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/115876/3233061

Einfach unglaublich, dass Menschen, die anderen einfach nur helfen wollen, derart als Zielscheibe für persönliche Aggressionen missbraucht werden und quasi nur noch unter Polizeischutz arbeiten können.

Wir wünschen den Verletzten gute Besserung und eine schnelle Verarbeitung!