Leserbrief: Die Ereignisse in Köln waren wichtig für Deutschland!

16. Januar 2016 at 22:30

Köln und die Folgen

„Wieso waren diese schrecklichen Ereignisse wichtig?“ werden sich die meisten fragen. Aber ich habe die Überschrift bewusst so gewählt und nicht geschrieben „Ich finde gut was in Köln passiert ist.“

Natürlich kann man an den schrecklichen Ereignissen in Köln nichts gut finden! Deswegen spreche ich ausschließlich von den Konsequenzen, die ich als gut empfinde:

Seit vielen Jahren haben sich überall in Deutschland Parallelgesellschaften gebildet, die Deutschland, seine Kultur und vor allem seine Regeln nicht achten, sich nicht dafür interessieren. Nicht zuletzt deshalb, weil die Exekutive „sich nicht traut“, hart (oder nennen wir es konsequent) mit den rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln durchzugreifen.

Dies ist verschiedenen Ursachen geschuldet: Dem fehlenden Rückhalt aus der Bevölkerung, dem fehlenden Rückhalt aus der Politik, die die (bekanntermaßen) zu Genüge gerügten Einsparmaßnahmen in Personal und Mitteln bei gleichzeitig stetig steigender Verantwortung und einer wachsenden Vielzahl der zu bewältigenden Aufgaben zu verantworten hat.

Und die Judikative, die sich (sicherlich auch aus Überlastung) regelmäßig durch Verfahrenseinstellungen lächerlich macht, die den Straftätern signalisiert: „Macht in diesem Land einfach was Ihr wollt. Respektiert keine Gesetze. Respektiert keine Polizei. Passt Euch nicht an und versucht Euch nicht zu integrieren, denn: Fast egal was Ihr macht: Es gibt sowieso keine angemessene Strafe.“

Die Bildung dieser „Zusammenrottungen“ von Straftätern die sich für nichts interessieren und nichts respektieren (oftmals nicht die eigenen Eltern, die zumeist arbeiten gehen, und zumindest versuchen sich zu integrieren) fängt oftmals schon in der Jugend an, in der man oftmals feststellt, dass begangene Straftaten „aus sonstigen Gründen“ oder als „unwesentliche Nebenstraftat“ eingestellt werden.

Dann gibt es Bewährungsstrafen, mehrfach, die sich vernünftigerweise oftmals niemand erklären kann, weil die erforderliche (vereinfacht formuliert) „günstige Sozialprognose“ schlicht und einfach nicht vorhanden ist.

Bisher war es so, dass wir Deutschen (gerne auch die Deutschen mit Migrationshintergrund, wie man es heute so politisch korrekt formuliert) alleine durch das Ansprechen dieser Missstände, Probleme und Erfahrungen, pauschal erstmal als „Nazis“, „Rechtsradikale“, „Ausländerfeinde“ oder unter sonstigen pauschalen Verunglimpfungen zusammengefasst wurden.

Niemand durfte öffentlich sagen, was einen bewegt und was man für Bedenken hatte, was man auf der Straße, im Leben und in der Realität regelmäßig immer wieder feststellte. Amtsträger und Führungskräfte in den entsprechenden Positionen, auch Politiker haben grundsätzlich alles klein geredet, Probleme verneint und in Abrede gestellt, Verantwortungen zurückgewiesen oder nach unten abgeschoben an diejenigen, die sich nicht mehr dagegen wehren konnten. Weil jeder Fall für sich als „Einzelfall“ gewertet wurde und man niemals Probleme auf eine bestimmte „Menschengruppe“, „Nationalität“, bestimmte „Altersstrukturen“ oder auch örtliche Bedingungen und Ursachen in Bezug ziehen wollte – oder durfte.

Wie oft ist auf einer Party, einer Kirmes, einem Volksfest oder bei sonstigen geselligen Veranstaltungen schon eine Gruppe „Urdeutscher“ aufgetreten, die sich mit anderen Gruppen, Männern, Frauen, oder wer auch immer gerade als Opfer auserkoren wurde, angelegt haben, diese bedroht, angegriffen, verletzt haben?

Natürlich kam es schon vor. Aber wie oft im Verhältnis zu unseren Migrantengruppen, die eben diese Verhaltensweisen an den Tag legen? Plötzlich – nach den schrecklichen Taten an Silvester – darf man diese Feststellungen und Missstände plötzlich öffentlich aussprechen, ohne sofort ein Nazi zu sein.

Warum?

Weil die Dimension eine andere ist. Weil sie so groß ist, dass ein öffentliches Verharmlosen und Wegdiskutieren und ein Rechtfertigen unter diesen speziellen Umständen nicht mehr möglich ist – nicht mal für unsere realitätsfremden Politiker.

Deswegen bin ich dankbar für die Konsequenzen, die sich möglicherweise und hoffentlich aus den Ereignissen von Köln entwickeln.

NICHT für den beschissenen, heuchlerischen Aktionismus all derjenigen, die wie ein Fähnchen im Wind genau gerade die Bevölkerungsstimmung aufgreifen, die sie möglicherweise in und über die nächste Wahl hinausträgt. Nein.

Ich bin dankbar für eine Erkenntnis, ein Erkennen der Realität – und zwar bis in höchste Kreise. Für eine spontane Sensibilisierung für die Probleme, die seit Jahren unterirdisch in diesem – auch meinem – Land immer größer und größer wurden und bisher immer ignoriert wurden.

Ich bin dankbar, weil ich plötzlich den Hauch einer HOFFNUNG habe, dass sich tatsächlich, plötzlich und unerwartet etwas ändern könnte. Dass Deutschland und seine Führung selbst etwas erkennt und einräumt, was andere Länder schon seit Jahren über Deutschland erkannt haben:

Wir sind keine Nazis mehr, WIR Deutschen. Es gibt immer und in jedem beschissenen Land dieser Welt eine mehr oder minder kleine Randgruppe die sich fehl verhält und realitätsfremde Ansichten vertritt, aber WIR DEUTSCHEN in der Gesamtheit sind keine Nazis.

Wir sind Bürger, die besorgt sind über die seit Jahren bestehende Entwicklung in diesem Land. Und diese Entwicklung hat NICHTS mit Migranten, Ausländern und Flüchtlingen zu tun, die unser Land und unsere Gesetze anerkennen, die nicht nur Rechte fordern, sondern die auch die zugehörigen Pflichten UNSERES gedeihlichen Miteinanders akzeptieren.

Ich habe jetzt die Hoffnung, dass dieses Land nach langen Jahren vielleicht doch noch anfängt, AUCH Wert darauf zu legen … und sich manches ändert!

Es gibt einen Satz, der leider aus der Erfahrung vieler Menschen entstanden ist und der – gefühlt – ganz besonders für Deutschland gilt: „Es muss immer erst etwas passieren, bevor sich etwas ändert.“

Aber ich danke widersinniger Weise in diesem Falle allen, die durch ihr überdeutliches Überschreiten von Grenzen etwas dazu beigetragen haben, dass sich vielleicht etwas ändert!

Und natürlich auch allen, die sich bei ihrer täglichen Arbeit, ihrem Einsatz und dem Kampf gegen Windmühlen die Zähne zusammenbeißen und nicht aufgeben, eine Veränderung zu bewegen!

Der Autor ist uns namentlich bekannt, möchte aber anonym bleiben. Der Leserbrief gibt die persönlich Meinung des Autors wider.