Drei Polizisten bei Messerangriff verletzt – Schutzweste verhindert Schlimmeres

12. Februar 2016 at 23:47

Messerangriff SchutzwesteGestern wurde die Polizei von der Gemeinde Großenlüder (Hessen) um Unterstützung bei einer Einweisung in eine psychiatrische Klinik gebeten. Von dem Mann, der eingewiesen werden sollte, war bekannt, dass er geistig behindert und äußerst kräftig ist. Daher wurden auch speziell ausgebildete Polizisten eingesetzt.

Noch als sich die Beamten im Treppenhaus befanden riss der schwere und kräftige Mann seine Wohnungstür auf und ging sofort auf die Polizisten los. Der 47jährige hatte in beiden Händen Messer versteckt und ging damit auf die Beamten zu, attackierte sie mit massiver Gewalt und stach wahllos auf sie ein.

Trotz des brutalen Angriffs gelang es den Uniformierten den Angreifer zu überwältigen und festzunehmen. Das Amtsgericht Fulda ordnete hiernach die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt an.

Durch den Messerangriff wurden insgesamt drei Polizisten verletzt, einer davon schwer. Zwei Beamte konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen, der Dritte musste stationär aufgenommen werden.

Ein weiterer Polizist erlitt Prellungen an Kopf und Körper durch die vom Angreifer ausgeführten Schläge. Dabei hatte dieser Kollege noch Glück im Unglück: Nachdem er später seine Schutzweste abgelegt hatte, fand er im Rückenbereich drei Einstiche vor. Die Schutzweste hatte damit Schlimmeres verhindert.

Die Staatsanwaltschaft Fulda ermittelt nun gegen den Mann wegen versuchter Tötung.

Wir wünschen den verletzten Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung, sowie eine gute Verarbeitung des Vorfalles!