Schusswaffeneinsatz von Budenheim war rechtmäßig

6. Februar 2016 at 14:33

Schusswaffengebrauch Budenheim

Bild: wiesbaden112.de

Anfang Januar berichteten wir über einen eskalierten Polizeieinsatz in Budenheim (Rheinland-Pfalz). Die eingesetzten Polizisten wurden vom Gewalttäter mit Pfefferspray und einem Schmiedehammer angegriffen.

Insgesamt wurden bei diesem Einsatz sechs Beamte verletzt, drei von ihnen waren hiernach dienstunfähig. Einer der Polizisten setzte daraufhin seine Schusswaffe ein und schoss nach einem Warnschuss vier mal gezielt auf die Beine des Angreifers, der anschließend überwältigt werden konnte. Die Schussverletzungen waren nicht lebensbedrohlich. Wir berichteten.

Nun gab der stellvertretende Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Deutschler bekannt, dass der Beamte, der die Schüsse abgegeben hatte, in Notwehr gehandelt hatte. Er habe weder mit straf-, noch mit dienstrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Die Ermittlungen hätten den Anfangsverdacht somit bestätigt, der Polizist sei daher auch nicht als Beschuldigter angesehen worden. Der Neutralität wegen waren die Ermittlungen dem benachbarten Polizeipräsidium Rheinpfalz übertragen worden.

Die Ermittlungsarbeit gegen den 28jährigen Angreifer sind noch nicht beendet. Dieser sitzt seit der Tat und der anschließenden ärztlichen Behandlung in Untersuchungshaft. Ermittelt wird gegen ihn wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und der Nötigung.

Für den Kollegen dürfte diese Nachricht eine große Erleichterung sein. Wir hoffen, dass alle beteiligten Kollegen den Vorfall gut verarbeitet bekommen.