Polizist muss wegen geplanter Cannabis-Plantage ins Gefängnis

24. März 2016 at 22:02

Polizist muss wegen geplanter Cannabis-Plantage ins GefängnisRegelmäßig berichten wir über Gerichtsurteile, bei denen Gewalttäter subjektiv milde verurteilt werden, obwohl sie Polizisten angegriffen haben. Ganz anders sieht es aus, wenn Polizisten eine Straftat begangen haben oder diese planten. Im folgenden Fall wird erkennbar, was man wohl unter “volle Härte des Gesetzes” zu verstehen hat:

Ein 24jähriger Flensburger Polizist wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, weil er zusammen mit zwei weiteren Männern eine Cannabis-Plantage geplant haben soll. Aufgedeckt wurden diese Pläne, als bei dem 25jährigen Mittäter 2013 Utensilien für eine solche Plantage und 50 Hanfsamen gefunden wurden.

Außerdem wurden Unterlagen sichergestellt, die die Beteiligung des 24jährigen Polizisten und seines 35jährigen Kollegen belegten. Laut diesen Unterlagen erhoffte sich das Trio einen Umsatz von mehreren Zehntausend Euro.

Das Urteil des Amtsgerichtes:

Der 24 Jahre junge Polizist wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht würdigte die besondere Stellung des Angeklagten als Polizist derart, dass eine Bewährung nicht mehr in Frage kam.

Die Verfahren gegen die beiden Mittäter sind noch anhängig.

http://www.augsburger-allgemeine.de/panorama/Polizist-muss-wegen-Cannabis-Plantage-ins-Gefaengnis-id37269142.html

Es kann natürlich nicht sein, dass Polizisten an Straftaten beteiligt sind. Auch sie müssen die Konsequenzen ihres Handelns übernehmen. Insofern ist eine Verurteilung zu begrüßen.

Allerdings ist hier zu berücksichtigen, sollte das Urteil rechtskräftig werden, wäre der Polizist damit seinen Job los. Zusammen mit der Haftstrafe eine bittere Konsequenz für eine Cannabis-Plantage, die über den Planungsstand nicht hinaus kam.

Wie ist eure Meinung zu diesem Urteil?