Anders als erwartet: Polizisten helfen beim Umzug, weil der Lkw im Parkverbot stand

4. Mai 2016 at 16:04

Polizisten helfen bei UmzugAls am 1. Mai viele auf die Straße gingen, im Glauben an grundlos prügelnde Polizisten, so auch in Zürich (Schweiz) wie wir berichteten, ereignete sich am Vorabend etwas an gleicher Stelle, was das Gegenteil beweisen sollte.

Eine Studentin zog mit ihrer wenigen Habe von Bern nach Zürich in eine WG. Nach einem beschwerlichen Tag und weiter Reise war sie abends gerade mit ein paar Freunden dabei den Lkw auszuladen. Dieser stand allerdings verbotener Weise auf dem Gehweg, mit eingeschaltetem Warnblinker.

Durch den Warnblinker aufmerksam geworden sah sich eine Streife der Zürcher Stadtpolizei die Sache an. “Stellt doch dieses Licht ab, das macht die Sache nur noch teurer”, klärten die Polizisten die Gruppe auf. “Nur eine Viertelstunde, dann haben wir es geschafft – oder doch besser zwanzig Minuten”, baten die Möbelpacker um Nachsicht.

Der Streifenwagen setzt sich wieder in Bewegung und fuhr davon, ohne dass die Beamten eingeschritten wären. Dies wertete die Gruppe als stillschweigende Zustimmung und begab sich weiter ans Werk.

Doch plötzlich kam der Studentin im engen Treppenhaus das Bettgestell entgegen. Noch als sie darüber nachdachte, wie das Bett aus dem Lkw wohl dort hin gelangt war, sahen dahinter zwei Uniformierte hervor. Ein dritter Polizist kam mit dem Tisch hinterher.

Auf die fragenden Blicke der Studentin sagten die Beamten: “Zwanzig Minuten reichen euch nie.” Die Streife hatte, nachdem sie fortgefahren war, einfach im nahe gelegenen Kreisverkehr kehrt gemacht und die Polizisten beschlossen, die Dauer des Parkverbotsverstoßes auf ganz besondere Weise zu verkürzen.

Wo die Möbel hin sollen? “Aha, in den obersten Stock!” Die Polizisten sahen sich an und sie dachten alle drei dasselbe: “Wie immer.” In weiser Voraussicht fragten sie, bevor sie die Wohnung betraten: “Es ist aber nicht etwa jemand am Kiffen in der Wohnung?” Man wollte die Hilfeleistung nicht durch ein eventuell notwendig werdendes Einschreiten beschädigen.

Dann rief plötzlich die Einsatzzentrale und die drei Polizisten mussten sich zügig empfehlen. Während sich die Studentin noch fragte, ob das tatsächlich geschehen war, kam die indirekte Bestätigung durch das Kompliment aus der Nachbar-WG: “Wie um alles in der Welt hast du das geschafft?”

http://www.nzz.ch/zuerich/aktuell/wenn-das-bettgestell-sich-bewegt-von-pruegel-und-zuegelpolizisten-ld.17627

Momente wie diese machen die Polizei zur oft beschworenen Bürgerpolizei und hauchen diesem Begriff erst Leben ein. Liebe Kollegen, Anerkennung für Eure Entscheidung. Das habt Ihr super gemacht!