Gaffer werden im dreister: Zwei Fälle an einem Tag, die fassungslos machen

23. Mai 2016 at 19:29

Gaffer werden immer dreisterGestern ist es in Rheinland-Pfalz zu zwei verschiedenen Verkehrsunfällen gekommen, bei denen dreiste Gaffer für Fassungslosigkeit bei den Einsatzkräften gesorgt haben. Dies führt mittlerweile zu einer politische Diskussion darüber, ob und wie Gaffen und das Veröffentlichen von privat angefertigten Fotos oder Videos von Unglücksorten bestraft werden könnte.

In Ingelheim am Rhein war es zu einer ungebremsten Kollision zwischen zwei Pkw gekommen, bei der beide Unfallbeteiligte schwer verletzt wurden.

Hinsichtlich der Gaffer und einem besonders uneinsichtigen Mann, der seine dreijährige Tochter über einen der Schwerverletzten hielt, hält der Polizeibericht fest:

“Es bestand abermals ein erhebliches Aufkommen von Schaulustigen, die auf Grund Kräftemangels nicht aus dem Unfallbereich herausgehalten werden konnten.

In einem Fall hielt ein Vater seine 3 Jährige Tochter über den am Boden liegend, blutenden Schwerverletzten, währen dieser notärztlich behandelt wurde.

Der 35 jährige Familienvater wurde von den eingesetzten Beamten auf sein Verhalten hingewiesen, war völlig uneinsichtig und unflätig. Die Personalien wurden aufgenommen, ihm wurde ein Platzverweis ausgesprochen und es erfolgt eine Mitteilung an das Jugendamt.”

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117708/3333214

Zu einem weiteren Vorfall kam es anlässlich eines Verkehrsunfalles in Hilgenroth. Ein 52jähriger erfahrener Radfahrer war aus unbekannter Ursache vom Weg abgekommen. Er stürzte eine Böschung hinab und erlitt hierdurch lebensgefährliche Verletzungen.

Trotz engagierter Hilfeleistung vorbeikommender Verkehrsteilnehmer und einer Notärztin konnte das Leben des Radfahrers nicht mehr gerettet werden und er verstarb an der Unfallstelle.

Auch hier haben mindestens zehn Gaffer die Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst massiv und in pietätloser Weise behindert. Wie die Polizei Altenkirchen berichtet, “ließen sich Personen mit Kindern in unmittelbarer Nähe in der Böschung nieder, um den Reanimationsmaßnahmen beizuwohnen“.

Außerdem wollten die Gaffer unbedingt wissen, wer denn da verstorben sei. Da die Einsatzkräfte den Namen des Verunglückten nicht genannten hatten, entwickelte sich eine hitzige Diskussion, bei der die Einsatzkräfte von den Gaffern beleidigt wurden. Wie es heißt, sei gegen eine Vielzahl von Personen Platzverweise ausgesprochen worden.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/radfahrer-in-hilgenroth-gestorben-gaffer-beleidigen-einsatzkraefte/-/id=1682/did=17474334/nid=1682/1c4c5r3/index.html

Eigentlich sollte es zum guten Anstand gehören und selbstverständlich sein, dass man die Würde des anderen wahrt und sich nicht unnötig in den Vordergrund drängt. Diese Gafferei gehört mittlerweile zum Alltag und ist einfach nur widerlich!