Unglaubliche Vorkommnisse in NRW an nur einem Tag

7. Mai 2016 at 18:44

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11562/3319616Alleine an einem einzigen Tag kam es zu drei verschiedenen Vorkommnissen in Nordrhein-Westfalen, die uns ratlos und ungläubig zurück lassen:

1. Unfall: Polizei muss Diensthund gegen Gaffer einsetzen

Gestern Abend gegen 19 Uhr kam es in Hagen zu einem Verkehrsunfall, bei dem sich ein Fahrzeug überschlagen hatte und auf dem Dach liegen geblieben war. Zu dem Unfall war es laut Unfallfahrer gekommen, weil er einem anderen Wagen ausweichen musste, dann gegen ein geparktes Fahrzeug prallte und sich anschließend überschlug.

Während der Unfallaufnahme hatten sich Gaffer an der Einsatzstelle eingefunden, die die Arbeiten behinderten. Die Polizei hatte keinen Erfolg, mit Worten bei den Gaffern anzukommen, damit diese die Unfallstelle räumten. Erst ein alarmierter Diensthund konnte die Gaffer auf Distanz halten, damit die Einsatzkräfte von Polizei und Rettung arbeiten konnten.

2. Reifen von Notarztfahrzeug zerstochen, Patient stirbt

Der Rettungsdienst der Feuerwehr Essen war gestern gegen 16:51 Uhr zu einer Reanimation ins Dialysezentrum gerufen worden. Ein Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) fuhren die Örtlichkeit an und parkten ihren Fahrzeuge in der Zufahrt.

Nach einer halben Stunde Reanimation war der Patient transportfähig und sollte in eine Krankenhaus verbracht werden. Als einer der Rettungskräfte die Transportliege holte, bemerkte er einen platten Reifen am NEF. Eine Einstichstelle am Reifenmantel zeugte von mutwilliger Beschädigung.

Der Transport des Patienten, der dringend im Krankenhaus weiter behandelt werden musste, verzögerte sich dadurch um 10-15 Minuten, da das NEF hinter dem Rettungswagen stand und somit die Abfahrt blockiert. Zudem musste erst noch Material umgepackt werden, da das NEF vor Ort verbleiben musste.

Bei laufenden Reanimationsmaßnahmen wurde der Patient in ein nahe gelegenes Krankenhaus verbracht, wo er kurze Zeit später verstarb.

Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, insbesondere Taxifahrer, die an der belebten Straße auf Fahrgäste warteten, sich bei der Polizei in Essen zu melden.

Wenn Dummheit Menschenleben kostet!

3. Parkverstoß: Polizei muss Schlagstock einsetzen

Eine Streife bemerkte in Essen Altendorf einen Parkverstoß und wollte diesen ahnden. Während dieser Maßnahme kam der 49jährige Vater des Fahrzeughalters hinzu und wollte die Polizisten wortreich von ihrem Tun abbringen. Als er auch nach wiederholtem Platzverweise weiterhin die Maßnahme massiv störte, wurde er in Gewahrsam genommen und in den Streifenwagen gesetzt.

Dies bemerkten ganz offensichtlich mehrere Person aus einem gegenüberliegenden Restaurant. Eine Gruppe von 20-30 Personen kam hinzu und umringte die Beamten. Es kam bei aggressiver Stimmung zu Körperkontakten, Platzverweise wurden ignoriert.

Die Polizisten kündigten den Einsatz des Mehrzweckstocks an, aber auch davon blieb der größte Teil der Gruppe unbeeindruckt, so dass die Beamten den Schlagstock einsetzten. Erst als eine zweite Streife eintraf, entfernte sich die Personengruppe. Eine Personalienfeststellung war nicht möglich.

Der 49jährige wurde zur Dienststelle verbracht. Gegen ihn wird wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Ob durch den Schlagstockeinsatz jemand verletzt wurde ist nicht bekannt. Zum Glück blieben die Polizisten unverletzt.