Kein Notfall! Großeinsatz wegen Feldmaus

11. Juni 2016 at 20:10

Großeinsatz wegen FeldmausIm bayerischen Landsberg am Lech hat ein Notruf für einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften gesorgt. Das Problem dabei: Der gemeldete Notfall war gar keiner, was Folgen für den Mitteiler haben dürfte.

Laut Polizeibericht ging ein 21jähriger Mann mit seiner Freundin im Englischen Garten spazieren. Als die beiden an die Lechstaustufe 15 kamen, entdeckten sie in einem Nebenbecken eine Feldmaus, die dort zu ertrinken schien. Der Mann wählte den Notruf und meldete, dass “jemand” am ertrinken sei.

Daraufhin wurden sämtliche notwendigen Rettungskräfte alarmiert. Neben der Polizei machten sich auch Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr Landsberg, mehrere Retter von der Wasserwacht Landsberg, Kaufering und Buchloe, ein Notarzt, ein Rettungswagen, der Einsatzleiter des Bayerischen Roten Kreuzes und ein Rettungshubschrauber auf den Weg.

Die Polizeistreife war als erste an Ort und Stelle und erst jetzt stellte sich heraus, dass es sich bei diesem “jemand” um besagte Feldmaus handelte. Die bereits unterwegs befindlichen Rettungskräfte konnte nun nicht mehr zurück gerufen werden.

Zwar wurde die Feldmaus gerettet, aber dieser Notruf dürfte für den Mitteiler noch ein Nachspiel haben, da es sich hier nicht um einen Notfall handelte. Auch wenn der 21jähriger Anrufer überrascht war, dass so viele Einsatzkräfte anrückten, dürfte ihn das nicht von den Folgen befreien.

Ihm droht nun eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen und zudem wird geprüft, ob ihm die Kosten des Einsatzes auferlegt werden können.

Denn die eingesetzten Kräfte fehlen für die Dauer dieses Einsatzes an anderer Stelle. So wie der Rettungshubschrauber, der direkt im Anschluss zu einem tatsächlichen Notfall gerufen wurde.

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Feldmaus-droht-zu-ertrinken-Mann-loest-Grosseinsatz-aus-id38049412.html