Mann verletzt sechs Polizisten mit Holzknüppel

1. Juni 2016 at 23:11

Mann verletzt 6 Polizisten mit HolzknüppelIn Braunsbedra (Sachsen-Anhalt) kam es gestern Nachmittag zum Einsatz in einem Zug, bei dem ein Zugbegleiter und sechs Polizisten verletzt wurden und zudem hoher Schaden am Zug entstand.

Auf der Bahnstrecke Merseburg-Querfurt randalierte in der Burgenlandbahn ein 22jähriger Mann. Hierzu erklärt die Sprecherin der Bundespolizei, Romy Gürtler: “Ein Zugbegleiter hatte gegen 15.45 Uhr einen Notruf abgesetzt, weil er von einer Person mit einem Stock bedroht wurde.”

Der Zug stoppte dann in Braunsbedra. Die alarmierte Bundespolizei bat zudem noch ihre Kollegen vom Polizeirevier Merseburg um Unterstützung. Polizeisprecherin Gürtler: “Die Kollegen wurden von dem Täter unvermittelt mit einem Holzknüppel angegriffen. Es gab keine Vorwarnung.”

Nachdem der Angreifer die Polizisten traktiert hatte, flüchtete er aufs Gleisbett und bewarf von dort aus den Zug mit Schottersteinen. Mehrere Scheiben gingen zu Bruch und durch die herum fliegenden Splitter wurden der Zugbegleiter und weitere Polizisten verletzt.

“Erst als weitere Polizeibeamte zur Unterstützung eintrafen, konnte er überwältigt und festgenommen werden”, erklärt Gürtler und räumt fassungslos ein, dass dieser Fall in dieser Dimension einmalig für Sachsen-Anhalt sei.

Die verletzten Beamten erlitten Prellungen und Blessuren am Kopf, die ambulant behandelt werden mussten. Schwere Verletzungen hat zum Glück keiner von ihnen davon getragen.

Gegen den Festgenommenen wird nun wegen Leistungserschleichung, Nötigung, Sachbeschädigung, gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Er stand offenbar unter dem Einfluss von Drogen. Der Gewalttäter soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

http://www.mz-web.de/saalekreis/angriff-in-burgenlandbahn-22-jaehriger-verletzt-sechs-polizisten-mit-holzknueppel-24152792

Laut einem Augenzeugenbericht auf Facebook soll es sich bei dem Angreifer um einen “Nordafrikaner” gehandelt haben. Dies wird durch die Pressesprecherin gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung jedoch nicht bestätigt.

Wir wünschen allen Verletzten gute Besserung, sowie eine gute Verarbeitung dieses schwierigen Einsatzes!

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