Nach Morddrohung muss Bundespolizist Waffe ziehen

8. Juni 2016 at 2:08

Nach Morddrohung muss Bundespolizist Waffe ziehenVergangenen Montag kam es am Hauptbahnhof in Düsseldorf, unmittelbar vor dem dortigen Bundespolizeirevier, zu einem Einsatz, bei dem die Polizisten mit dem Tod bedroht wurden und sich gegen einen bevorstehenden Messerangriff zur Wehr setzen mussten.

Unmittelbar vor dem Bundespolizeirevier war es zu einer Körperverletzung gekommen, als ein 22jähriger Mann aus einer Gruppe heraus “just for fun” einem Passanten einen Faustschlag ins Gesicht versetzte. Der Passant war kurz benommen und taumelte.

Ein Bundespolizist konnte den Vorfall aus dem Revier heraus beobachten. Er bat den Passanten sich bei dem nahe gelegenen Taxi-Stand in Sicherheit zu bringen, bis die Kollegen vor Ort seien.

Als die eingesetzten Polizisten die Gruppe antrafen, konnten sie sehen, wie eine der Personen ein Butterlfymesser in der Hand hielt und dieses auch offenbar gegen die Beamten einsetzen wollte. Ein 19jähriger Belgier drohte zudem an, sich in seiner Heimatstadt ein Sturmgewehr zu besorgen und die anwesenden Beamten “über den Haufen zu schießen”.

Ein Bundespolizist zog daraufhin die Waffe, nahm eine Sicherungshaltung ein und drohte den Einsatz der Schusswaffe an. Nur hierdurch konnte die Lage unter Kontrolle und die Gewalttäter aufs Revier verbracht werden.

Gegen die 19 und 22jährigen Männer wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet. Der Polizei in Belgien sind die Straftäter bereits bestens bekannt, verfügen sie dort bereits über ein langes Strafregister.

Nach Abschluss der Maßnahmen wurden die beiden Täter entlassen.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70116/3346095