Kantonspolizei Zürich bietet Hilfe mit neuem Service

28. Juli 2016 at 16:47

Kapo Zürich bietet Opfertelefon anOpfertelefon ein Gewinn für beide Seiten

Bei dem Begriff “Opfertelefon” denkt man zunächst an einen Telefonservice, bei dem sich Opfer einer Straftat melden können. Der neue Service der Kantonspolizei (Kapo) Zürich funktioniert umgekehrt und das Opfer braucht nicht selbst tätig zu werden. Das übernimmt die Polizei.

Seit Anfang 2016 bietet die Kapo Zürich das Opfertelefon an. Drei Tage nach einer Straftat ruft sie das Opfer an und fragt nach dem Befinden, gibt Auskunft über den aktuellen Ermittlungsstand und erfährt in manchen Fällen auch Neuigkeiten, die für die Ermittlungen hilfreich sein können.

Der neue Service greift bei Straftaten, bei denen das Opfer mit dem Straftäter in direkten Kontakt kam oder der Täter in die Privatsphäre des Opfers eingedrungen ist, also bei Einbrüchen, Überfällen oder Gewaltdelikten.

Franz Bättig, Chef der Regionalpolizei beim Kanton Zürich, erklärt, dass ein Einbruch ein alltäglicher Einsatz für die Polizei sei, aber es sei manchmal ein verstörendes Erlebnis für die Opfer. “Ein Einbruch hinterlässt grosse Verunsicherung. Viele trauen sich nicht mehr alleine zurück in die Wohnung oder haben schlaflose Nächte”, so Bättig.

Hier greift das Opfertelefon, das folgende Ziele verfolgt:

  • Zuhören und beruhigen: Fragen, wie es dem Geschädigten geht, und ihm Sicherheit vermitteln.
  • Transparenz: Dem Opfer den Stand der Ermittlungen mitteilen; zeigen, dass die Polizei etwas unternimmt, auch wenn der Täter noch nicht gefasst ist.
  • Neue Erkenntnisse: Oft erhält die Polizei ein paar Tage nach der Tat, wenn sich das Opfer etwas beruhigt hat oder mit den Nachbarn gesprochen hat, neue Hinweise.

Das Opfertelefon kann also ein Gewinn für beide Seiten sein.

http://www.srf.ch/news/regional/zuerich-schaffhausen/opfertelefon-wenn-die-polizei-nochmals-anruft