Osthofen und Wien: Zweimal Messerangriff, zweimal Schusswaffengebrauch

18. Juli 2016 at 20:24

Osthofen und WienGestern und heute kam es zweimal zu einem Messerangriff auf Polizisten. Im einen Fall konnte der Täter durch den Dienstwaffeneinsatz gestoppt werden, im anderen Fall erlitt dieser tödliche Verletzungen.

In Osthofen (Deutschland) informierten Angehörige eines 28jährigen Mannes gestern Morgen die Polizei. Dieser habe sich bewaffnet in ein Zimmer eingeschlossen. Die Angehörigen fürchteten, dass sich der Mann etwas antun könnte.

Als die Polizisten sich Zugang zum Zimmer verschafft hatten, war der 28jährige mit einer Pistole und einem Messer bewaffnet. Als er die Pistole weggelegt hatte, ging er bedrohlich auf die Beamten mit dem Messer zu. Der Einsatz von Pfefferspray verzögerte den Angriff nur kurz, so dass die Dienstwaffe eingesetzt werden musste.

Ein Polizist gab einen Schuss ab und traf den Angreifer in ein Bein. Daraufhin konnte er festgenommen und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizisten blieben (zumindest körperlich) unversehrt.

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/117708/3380106

In Wien (Österreich) meldeten Anwohner heute Morgen eine randalierende Person in einem Mehrfamilienhaus. Auch seien Schreie einer Frau zu hören. Vier Polizisten des Stadtpolizeikommandos Ottakring wurden zum Einsatzort entsandt.

Als sie sich kurz vor der 3. Etage befanden, wo die Wohnung der randalierenden Person liegen soll, öffnete ein Mann die Wohnungstür. Dieser hatte in beiden Händen Küchenmesser und ging auf die Polizisten zu.

Aufforderungen die Messer fallen zu lassen ignorierte der Mann, so dass die Polizisten die Dienstwaffe einsetzten und mehrere Schüsse abgaben. Der 37jährige Angreifer kam mit den Messern in den Händen zwischen den Beamten zu Fall und blieb dort liegen. Der Rettungsdienst konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Bei dem Einsatz wurde ein Polizist am Oberschenkel schwer verletzt und musste im Krankenhaus ärztlich versorgt werden.

Wie die Ermittlungen zeigten, hatte der Angreifer einige Gegenstände in der Wohnung beschädigt. Die 30jährige Ehefrau, die unverletzt blieb, wird nun von der Krisenintervention Wien betreut.

Die eingesetzten Polizisten werden vom Psychologischen Dienst “Peer-Support” betreut. Der Neutralität wegen wurden die Ermittlungen der Landespolizeidirektion Steiermark übertragen.

http://www.polizei.gv.at/wien/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=72516C5465474D6E534D673D&pro=0

Wir wünschen dem verletzten Wiener Kollegen eine schnelle und vollständige Genesung und allen in diesen Einsätzen anwesenden Kollegen gute Unterstützung bei der Verarbeitung.

Der Witwe des tödlich verletzten Angreifers gilt unser Mitgefühl.