In eigener Sache: Warum diese Umfrage?

28. August 2016 at 17:24

Einige unserer Leser fragen sich (und haben entsprechend kommentiert), warum so eine Umfrage nötig sei. Es sei doch selbstverständlich, dass ein Polizist Hunger und Durst hat und diesem Grundbedürfnis sollte er auch in der Öffentlichkeit nachgehen können.

Nein, ganz so selbstverständlich ist es nicht! Die Frage ist ein Dauerbrenner. In aller Regelmäßigkeit gibt es Bürger, die sich bei der Polizei beschweren, sie hätten am Tag X um Y Uhr einen Funkwagen an einer Dönerbude oder einem Currywurst-Imbiss anhalten sehen.

Es gibt einige Bürger, die für eine Nahrungsaufnahme von Polizeidienstkräften in der Öffentlichkeit kein Verständnis aufbringen. Klingt verrückt. Ist aber so. Und dann kommt es noch darauf an, wie der jeweilige Chef mit der Sache umgeht, ob sich der betreffende Polizist sich dann rechtfertigen muss oder nicht.

Denn insbesondere im Streifendienst haben die Kollegen KEINE Pause. Da kann und muss gegessen bzw. getrunken werden, wenn es die Zeit zulässt. Manchmal kommt es vor, dass bei entsprechender Auftragslage nichts von dem möglich ist.

Unsere Umfrage zielt darauf ab, unsere Leser zu befragen, wie sie grundsätzlich zu diesem Thema stehen. Da das Ergebnis der anonymen Umfrage öffentlich einsehbar ist, könnte dies vielleicht dem ein oder anderen als Entscheidungs- oder Denkhilfe dienen.

Auch wenn mancher uns vorwarf, alleine durch die Fragestellung den Eindruck zu erwecken, wir wären Anti-Polizei eingestellt, können wir dem nur entgegnen: So selbstverständlich für viele die Nahrungsaufnahme in der Öffentlichkeit ist, so selbstverständlich ist es das nicht für uns Polizisten.

Wir möchten mit dieser Umfrage dem interessierten Bürger diese Problemstellung näher bringen und aufzeigen, dass die Nahrungsaufnahme für Polizisten in der Öffentlichkeit keine Besonderheit darstellen sollte. Das bisherige Ergebnis ist da sehr eindeutig.

Und schließlich ist es in anderen Ländern absolut selbstverständlich, dass Polizisten auch im Schnellimbiss Platz nehmen und so mit dem Bürger ins Gespräch kommen. Wenn man so möchte, ist das auch eine Form der Öffentlichkeitsarbeit, wofür mancherorts aber erst noch Verständnis entwickelt werden muss.

Genau darum geht es uns, was eindeutig Pro-Polizei ist!