Mordversuch: Häftling fährt mit Motorrad Polizisten um

23. September 2016 at 17:11

Mordversuch: Häftling fährt mit Motorrad Polizisten umPolizist nach Not-OP immer noch in Lebensgefahr

Eine weitere schlimme Nachricht müssen wir heute bekannt geben. In Wien hat gestern Abend ein Häftling auf der Flucht mit dem Motorrad einen Polizisten umgefahren und hierbei lebensgefährlich verletzt.

Einer Streife war gestern gegen 17:30 Uhr eine Yamaha RN12 aufgefallen, vermutlich, weil als Kennzeichen lediglich ein Pappendeckel angebracht war. Als die Beamten das Motorrad einer Kontrolle unterziehen wollten, gab der Fahrer Gas und flüchtet.

Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und forderten weitere Streifen zur Unterstützung an. Die Fahndung nach dem flüchtigen Motorradfahrer bekam auch ein Polizist über Funk mit, der in Strebersdorf bei der Lehranstalt der Schulbrüder zur Schulwegsicherung eingeteilt war.

Als der Biker tatsächlich dort auf seiner Flucht entlang kam, wollte der Polizist Anhaltezeichen geben und stellte sich hierzu auf die Straße. Der Motorradfahrer fuhr den Polizisten um und kam anschließend selbst zu Fall.

Der 52-jährige Polizist erlitt durch die Kollision schwere Verletzungen am Kopf, im Brustbereich sowie an den Extremitäten. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 9 in eine Klinik geflogen und sofort notoperiert. Wie es heißt, schwebt der Beamte auch heute noch in Lebensgefahr.

Der 29-jährige Biker wurde ebenfalls verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, er ist allerdings auf dem Wege der Besserung und konnte bereits vernommen werden. Hierbei gab er an, dass er den Polizisten nicht habe umfahren, sondern ausweichen wollen.

Als Grund für die Flucht sagte er den Ermittlern, nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Zudem gab es zunächst Unklarheiten wegen der Identität des 29-jährigen, der mit dem Ausweis seines 16-jährigen Bruders unterwegs war. Wegen seines immer noch jugendlichen Aussehens hätte der Motorradfahrer wohl für seine Bruder gehalten werden können.

Bei dem Motorradfahrer handelt es sich, so die ersten Erkenntnisse, um einen Häftling der Justizanstalt Hirtenberg, der dort insgesamt sechs Jahre wegen Betrugs, Diebstahls und Drogenkonsums einsitzen muss. Wegen guter Führung befand er sich im gelockerten Strafvollzug und hatte zum Unfallzeitpunkt genehmigten Ausgang.

Ermittelt wird gegen den 29-jährigen Motorradfahrer wegen versuchten Mordes.

http://wien.orf.at/news/stories/2798449/

Wir senden die besten Genesungswünsche an den verletzten Kollegen nach Wien und hoffen, dass er sich körperlich wie seelisch wieder erholen kann. Da er immer noch in Lebensgefahr schwebt, sind wir in Gedanken und mit unseren Hoffnungen bei dem Kollegen und dessen Angehörigen!

Danke an Michael für den Hinweis.