Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Sachbeschädigung: Berufungsinstanz halbiert Strafe

6. September 2016 at 18:41

Berufungsinstanz halbiert StrafeIn Dinslaken (Nordrhein-Westfalen) war es zu einem Fall von häuslicher Gewalt gekommen, infolge dessen zwei eingesetzte Polizisten verletzt wurden. Nachdem der Angeklagte gegen das Urteil in erster Instanz Berufung eingelegt hatte halbierte das Gericht in zweiter Instanz die Geldstrafe.

Bei dem Einsatz kam es zu einem Gerangel zwischen mehreren Beteiligten. Die einschreitenden Beamten setzten Pfefferspray ein, was aber keine Wirkung zeigte. Dann zog der Täter dem 30jährigen Polizisten den Pullover über den Kopf und schlug ihn. Der Polizist trug hierdurch eine Prellung des Jochbeins und Kratzer davon.

Seine Kollegin bekam ebenfalls einige Schläge ab und erlitt Prellungen. Sie war ein paar Tage dienstunfähig und stand unter dem Eindruck des Einsatzes. In der Folge hatte sie Angstgefühle während ähnlicher Einsätze. Während des obigen Vorfalls musste der 30jährige Beamte zudem seine Dienstwaffe auf den Angreifer richten, damit Ruhe einkehrte.

In erster Instanz war der Angreifer noch zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt worden. Hiergegen legte er Berufung ein, wobei er nicht die Tat leugnete, sondern alleine gegen die Höhe der Geldstrafe vorgehen wollte.

Die Berufung hatte letztendlich Erfolg, denn die zweite Instanz reduzierte die Geldstrafe um die Hälfte. Nun wurde der 40jährige Angreifer zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.600 Euro verurteilt. Zudem soll er ein Schmerzensgeld in Höhe von jeweils 400 Euro an die beiden verletzten Polizisten zahlen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/dinslaken/polizisten-verletzt-schlaeger-muss-3600-euro-zahlen-aid-1.6234152