Polizist unter Mordverdacht: Er solle seine schwangere Freundin und seinen Sohn getötet haben

8. Oktober 2016 at 16:09

Polizist unter MordverdachtManche Vorfälle kann man kaum glauben und es fällt schwer überhaupt darüber zu berichten. So wie in dem folgenden Fall:

In Wien (Österreich) wurde ein Polizist unter Mordverdacht festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, seine schwangere Freundin und den einjährigen Sohn getötet zu haben. Bei der Festnahme soll er die schreckliche Tat gestanden haben.

Der 23-jährige Polizist, gebürtig aus der Steiermark, versah seinen Dienst seit 1. Januar bei der Landespolizeidirektion Wien. Am 4. Oktober meldete er außerhalb seiner Dienstzeit seine 25-jährige Freundin als vermisst. Sie habe zusammen mit dem einjährigen Sohn die gemeinsame Wohnung in Wien verlassen und sei unauffindbar, gab er gegenüber den Kollegen an.

Als am 6. Oktober noch keine sachdienlichen Hinweise auf den Verbleib der Vermissten vorhanden waren, übernahm das Landeskriminalamt (LKA) Wien den Fall. Bei den Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht gegen den jungen Polizisten, da er sich bei einer Befragung in Widersprüche verstrickte. Er wurde wegen Mordverdachts festgenommen. Hierbei soll er die Tat gestanden haben.

Über die näheren Umstände macht die Polizei Wien aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben. Polizeisprecher Patrick Maierhofer: “Tatort war nach den jetzigen Ermittlungen die gemeinsame Wohnung in Wien. Zur genauen Auffindungssituation geben wir aus kriminaltaktischen Gründen keine Auskunft.”

Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Gefunden wurden die Leichen in Trofaiach (Steiermark), einer ehemaligen Wohnadresse des Polizisten. Angebliche Gerüchte darüber, dass Freundin und Sohn erschossen wurden, zerstreut der Polizeisprecher: “Es ist noch nicht klar, ob die Frau und der Sohn überhaupt erschossen wurden.” Eine Obduktion soll Aufschluss geben.

Der 23-jährige Polizist wurde in der Steiermark festgenommen und am Freitagabend in die Justizanstalt Josefstadt überführt. Hier soll er von Ermittlern des LKA Wien vernommen werden.

Die Betroffenheit ist bei den Hinterbliebenen und innerhalb der Wiener Polizei groß. “Unsere Gedanken sind nicht nur bei den Angehörigen, wir sind auch tief erschüttert”, heißt es aus dem Bundesministerium für Inneres.

http://www.polizei.gv.at/wien/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=434950364368555741526F3D&pro=0

http://wien.orf.at/news/stories/2801835/

http://wien.orf.at/news/stories/2801931/

Wir sind bestürzt, dass ein Polizist eine solche Tat vollbringen kann. Unsere Aufgabe ist es zu helfen und zu schützen! Aber das Unglaubliche ist geschehen.

Unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, Freunden und Kollegen! Wir wünschen ihnen viel Kraft, diesen schrecklichen Verlust zu verarbeiten.