Verlosungsbeitrag: Ich habe es selbst nicht in den Polizeidienst geschafft, aber ich bin stolz und froh die Frau eines Polizisten zu sein

11. November 2016 at 22:57

Verlosungsbeitrag: Ich habe es selbst nicht in den Polizeidienst geschafft, aber ich bin stolz und froh die Frau eines Polizisten zu sein

Hallo,

mir ist bewusst, dass meine Geschichte mit Sicherheit nicht die Schönste und Spannendste ist, dennoch würde ich sie euch gerne erzählen.

Ich selbst bin Polizisten-Tochter und stolz darauf. Seit Kleinauf habe ich ständig Beamte um mich herum, sei es beim Sport, in der Hundeschule, im Freundeskreis oder eben in der Familie.

Ich habe vier Jahre lang im Präsidium gearbeitet und mich um die Dienstfahrzeuge gekümmert, damit diese stets für die Kollegen einsatzbereit sind. In diesem Zusammenhang erfuhr ich sehr viele Details und Informationen über die Polizeiarbeit und was dazugehört.

Da ich, wie schon gesagt, seit Kleinauf mit der Polizei zu tun habe, stand für mich schon immer fest, dass dieser Beruf auch das richtige für mich ist und meldete mich vor fünf Jahren zur Einstellungsprüfung an.

Da Ehrgeiz, Motivation, Ausdauer und Lernbereitschaft keine Fremdwörter für mich sind, bestand ich die Aufnahmeprüfung und wurde angenommen. Die Freude war riesig und ich konnte es kaum abwarten, dass die Ausbildung beginnt. Dann das Drama. Vier Wochen vor Beginn machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung und seitdem bin ich dienstunfähig.

Für mich ging in dem Moment die Welt unter, da ein großer Traum zerplatzte. Leider hatte ich zu dieser Zeit einen Partner, einen Polizisten, an meiner Seite, der weder für meinen Gesundheitszustand, noch für den geplatzten Traum Verständnis zeigte, so dass diese Partnerschaft nach fünf Jahren zerbrach.

Meine Eltern sagten damals, es gib für alles im Leben einen Sinn bzw. Grund, auch wenn man es nie verstehen wird. Heute kann ich diese Aussage bestätigen.

Nachdem ich erstmal genug von allem hatte und mir eine Auszeit nahm, fuhr ich eines Tages mit dem Auto zu meiner Schwester. Auf dem Weg kam ich in eine Fahrzeugkontrolle. “Juhu”, dachte ich mir, da ich kein Serienfahrzeug fahre, bin ich natürlich ein gefundenes Fressen für die Polizei. Es ist zwar alles ordnungsgemäß und eingetragen, aber diese Kontrollen ziehen sich ja leider immer in die Länge. “Na gut, Augen zu und durch”, dachte ich mir.

Schnell bemerkte ich, dass der nette Polizist auch sehr interessiert an meinem Hobby ist und wir verstanden uns so gut, dass wir am selben Abend noch zusammen Essen gingen. Seit diesem Tag, sind wir unzertrennlich. Hätte es mit meiner Ausbildung geklappt, wäre mir dieser wundervolle Mensch, der stets an meiner Seite ist, nie begegnet.

Ich habe es selbst nicht in den Dienst geschafft, aber ich bin stolz und froh die Frau eines Polizisten zu sein, der seinen Job liebt und sich für andere einsetzt und mich an seinem Job teilhaben lässt.

Die Autorin ist uns namentlich bekannt, möchte jedoch anonym bleiben.