Hundebesitzer bedroht Polizisten mit dem Tod

22. Dezember 2016 at 18:08

Hundebesitzer bedroht Polizisten mit dem TodBevor wir den Vorfall schildern möchten wir etwas voraus schicken: Es geht bei diesem Sachverhalt um einen sogenannten Listenhund. Man kann zu diesem Thema stehen wie man möchte, diese Listen sind eine politische Entscheidung und die Polizei hat, wie in diesem Fall, das Recht durchzusetzen und wird damit Ziel von Gewalttätigkeiten. Für Kritik an diesen Listen ist die Polizei der falsche Ansprechpartner, daher bitten wir hier um Zurückhaltung.

In Esch-sur-Alzette (Luxemburg) musste die Polizei eine gerichtliche Anordnung durchsetzen. Es ging um einen American Staffordshire, dessen Hundehalter sich wiederholt nicht an die Auflagen gehalten hatte. Entsprechende Aufforderungen blieben erfolglos, so dass ein Gericht die Beschlagnahme des Hundes anordnete.

Polizisten der CP Bettembourg, des CI Esch-sur-Alzette und zwei Diensthundeführer suchten daher den Hundebesitzer auf. Als sie ihm die Sachlage erklärten, sagte er den Beamten, dass er den Hund nicht freiwillig heraus geben werde und bereit sei dafür über Leichen zu gehen.

Die Polizisten zogen sich zunächst zurück, um sich mit der Staatsanwaltschaft zu beraten, die jedoch die Ausführung der gerichtlichen Anordnung verlangte. Als der Hundebesitzer mit seinem Hund an den Beamten vorbei spazierte, machten sie ihm die Lage nochmals klar. Dies führte jedoch dazu, dass der Mann einen der Polizisten unter Drohungen wegstieß und seinen Hund ins Haus brachte.

Der Hundebesitzer geriet in Rage und war auch von den Beamten nicht zu beruhigen. Ganz im Gegenteil bedrohte er die Polizisten mit dem Tod, so dass sie ihm unter massiver Gegenwehr Handfesseln anlegten. Der Hundebesitzer bedrohte die Beamten auch weiterhin und konnte am Boden liegend sogar einem der Diensthundeführer ins Gesicht spucken.

Mehrere Bekannte des Hundebesitzers mischten sich zudem in die Maßnahme ein und ließen den Hund ohne Leine aus dem Haus. Erst als der Hundebesitzer in den Streifenwagen verbracht wurde, konnte die eigentliche Maßnahme durchgeführt und der Hund beschlagnahmt werden.

Der Vierbeiner wurde im Tierasyl untergebracht, sein Herrchen auf der Dienststelle.