Polizei befreit Autofahrer mit Phobie aus Tunnel

30. Dezember 2016 at 17:42

Polizei befreit Autofahrer mit Phobie aus TunnelEinem Ehepaar, welches auf dem Heimweg aus dem Weihnachtsurlaub war, musste die Polizei aus misslicher Lage helfen. Dabei kamen offenbar mehrere Faktoren zusammen, die es notwendig machten, dass die Polizisten zu diesem ungewöhnlichen Hilfseinsatz ausrücken musste.

Das Paar befuhr die B61, da man sich entschieden hatte auf der Rückreise über Land zu fahren. Was der Ehemann allerdings nicht bedachte, dass er auf diesem Weg durch den Weserauentunnel bei Minden (Nordrhein-Westfalen) fahren musste.

Da der Mann an einer Tunnelphobie leidet, die ihn dann völlig handlungsunfähig macht, kam es, wie es kommen musste. In der Einfahrt blieb der Mann mit seinem Wagen stehen, er konnte einfach nicht mehr weiterfahren. Umkehren war auch nicht möglich, da die B61 hier autobahnähnlich ausgebaut ist. Hinzu kam, dass seine Ehefrau keinen Führerschein besitzt, so dass auch sie die Fahrt nicht fortsetzen konnte.

Der Mann sicherte vorschriftsmäßig seinen Wagen ab und verständigte dann die Polizei. Die eingesetzte Streifenwagenbesatzung erkannte die Not des Ehepaars und wusste hier auch zu helfen.

Der fahrunfähige Ehemann wurde in den Streifenwagen gesetzt. Der Polizist durchfuhr dann den 1.730 Meter langen Tunnel und lenkte den Mann durch Smalltalk ab. Seine Kollegin setzte sich ans Steuer des Autos des Ehepaares und chauffierte die Ehefrau samt Wagen durch den Tunnel, bis die Besatzungen bei Porta Westfalica wieder tauschen konnten.

Ab hier konnte das Ehepaar die Fahrt wieder alleine fortsetzen, nicht ohne sich zuvor bei ihren “Helfern in der Not” herzlich zu bedanken. Die Polizei Minden-Lübbecke bezeichnete dies ihren wohl ungewöhnlichsten Einsatz in diesem Jahr. Schön, dass er ein gutes Ende nahm.

Danke, Daniel, für den Hinweis!