Polizei Berlin bedankt sich bei Helfern

20. Dezember 2016 at 14:16

Nun sind die ersten Pressekonferenzen abgehalten worden und sowohl der Bundesinnenminister Thomas de Maizière, als auch Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller, sprachen von einem Anschlag.

Wir haben die Berichterstattung gestern Abend und auch in der Nacht verfolgt. Nach einer anfänglichen Chaosphase konnte mit starken Kräften von Feuerwehr und Polizei die Lage unter Kontrolle gebracht werden.

230 Rettungskräfte waren vor Ort im Einsatz, hinzu kommen die vielen Retter im Hintergrund, die logistische und organisatorische Aufgaben zu bewältigen hatten. Die Berliner Polizei war mit einer unbekannten Zahl an Kräften im Einsatz und wir haben bereits gestern Abend getwittert:

Landesbranddirektor Gräfling lobte dann auch heute die gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Blaulichtorganisationen. Aber nicht nur sie hatten eine schwierige Situation zu bewältigen, auch in den Krankenhäusern Berlins waren 54 Verletzte, davon 18 mit lebensgefährlichen Verletzungen, zu versorgen, von denen in der vergangenen Nacht drei Menschen starben, sodass nun zwölf Tote zu beklagen sind.

Den Einsatzkräften bot sich ein schlimmes Bild dar. Diese Eindrücke werden erst verarbeitet werden müssen und wie bereits in der Nacht berichtet wurde, werden die Retter und Helfer, sowie auch die Augenzeugen, psychologisch betreut. Das ist richtig und wichtig, denn mit diesen Eindrücken darf man niemanden alleine lassen.

Dass die Retter und Helfer vor Ort nicht alleine waren, zeigt der angehangene Tweet der Berliner Polizei und wurde auch in den Nachrichten dargestellt. Menschen aus den umliegenden Geschäften, aber auch Privatpersonen, halfen und unterstützten die Einsatzkräfte und versorgten sie mit Essen und Trinken:

Auch wenn man auf Grund der vielen Vorfälle im vergangenen Jahr, bei denen Menschen egoistisch gehandelt haben (z.B. Gaffer) oder vorsätzlich Einsatzkräfte angegriffen haben, zeigte die Selbstlosigkeit in Berlin doch auch, dass dies keine breite gesellschaftliche Entwicklung ist.

In der Not stehen die Menschen zusammen, sind froh, dass es Menschen in Uniform gibt, die sich in die Gefahr begeben oder die Menschen in Not helfen. Und diese Menschen in Uniform erhalten auch die Unterstützung aus der Gesellschaft, soweit jeder im Einzelnen dazu fähig ist.

Dies möchten wir an dieser Stelle hervorheben, auch und insbesondere im Hinblick auf Weihnachten, welches für die Angehörigen und die überlebenden Opfer dieses Anschlag – und bestimmt auch für so manchen Retter und Schützer – eine ganz andere Bedeutung bekommen wird. Leider keine gute…

Auch wir danken den freiwilligen Helfern, die die Einsatzkräfte völlig selbstlos unterstützt haben!