Polizei ermittelt wegen gelöster Radmuttern an Rettungswägen

30. Dezember 2016 at 16:50

Polizei ermittelt wegen gelöster Radmuttern an RettungswägenSie wollen helfen, sie wollen niemandem etwas böses und machen ihren Job oft ehrenamtlich. Umso unverständlicher ist es, dass jemand genau diesen freiwilligen Helfern und Rettern schaden möchte. Hierbei darf nicht unberücksichtigt bleiben, wie gefährlich so etwas ist und das dabei auch Unbeteiligte zu Schaden kommen.

In Hamburg hat es mehrere Fälle gegeben, in denen Radmuttern von Rettungswägen gelockert waren. In den vergangenen zwei Wochen gab es insgesamt drei Fälle, in denen dies festgestellt wurde, in einem Fall verlor der Rettungswagen sogar ein Zwillingsrad.

Als gestern ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes im Auftrag der Hamburger Feuerwehr eine Patientin in die Lungenklinik transportieren sollte, verlor der Rettungswagen während der Fahrt von der Hinterachse einen Zwillingsreifen. Ein Rad traf ein anderes Fahrzeug, die Fahrerin blieb jedoch unverletzt, wie Feuerwehrsprecher Torsten Wessely bestätigt.

Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet und das Landeskriminalamt Hamburg ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Zwar schließe man einen technischen Defekt nicht gänzlich aus, wie es heißt, ein absichtliches Lockern der Radmuttern werde aber genauso in Erwägung gezogen.

Die Fahrer von Rettungsdienst und Feuerwehr wurden angewiesen vor Antritt der Fahrt ihre Fahrzeuge noch gründlicher zu prüfen.