Vielfältige Verwendungsmöglichkeit: Polizist hat erfolgreich Ausbildung zum Hubschrauberpiloten absolviert

2. Dezember 2016 at 14:24

Die Verwendungsmöglichkeiten im Polizeiberuf sind vielfältig. Immer wieder stellen wir diese Möglichkeiten in verschiedenen Beiträgen vor. So kann manchmal ein Traum in Erfüllung gehen, oder auch das Hobby zum Beruf.

Hubschrauberpilot zu werden, das ist ein Traum vieler Kinder und Polizist Christian Steiner aus Österreich möchte das schon seit vielen Jahren. Bereits als er 18 Jahre alt war sagte er zu seiner heutigen Frau, die er damals kennen lernte, dass er Pilot werden möchte. Nun hat er sein Ziel tatsächlich erreicht.

Der heute 27-jährige Christian absolvierte ab 2010 die Polizeiausbildung erfolgreich. Danach war er zwei Jahre lang im Streifendienst in Marchtrenk (Oberösterreich), als dann eine Ausschreibung zum Hubschrauberpiloten kam. Der Clou: Es wurden keine Vorkenntnisse verlangt. Das war DIE Chance für Christian und er bewarb sich.

Nach zweijähriger Ausbildung hat er es nun geschafft und er erhielt am 22. November von Innenminister Wolfgang Sobotka die Berufshubschrauberpilotenlizenz. Christian über sein erstes Mal auf dem Pilotensitz: “Am ersten Tag in der Maschine war ich natürlich irrsinnig aufgeregt.”

Er weiß nun, dass man als Hubschrauberpilot sehr viel Feingefühl braucht, muss man doch drei unabhängige Steuerelemente gleichzeitig bedienen können. “Mit dem Steuerknüppel kann man die Längs- und Querachse steuern, mit einem Fußpedal den Heckrotor. Und dann gibt es noch einen Hebel, mit dem man dem Rotorsystem mehr oder weniger Leistung gibt. Das zu koordinieren ist anfangs natürlich nicht einfach”, erzählt Christian.

Die Königsdisziplin, die Seilbergung einer Person, darf Christian noch nicht durchführen. Hierzu muss er erst einmal Erfahrungen sammeln und sich weiterbilden. Er verrichtet nun seinen Dienst beim Einsatzpilotenteam der Flugeinsatzstelle Wien auf einem FLIR-Hubschrauber (Forward Looking InfraRed). Mit diesem Hubschrauber ist es möglich aus großer Entfernung Luftbilder aufzunehmen und er verfügt auch über eine Wärmebildkamera.

Etwa 250 Flugstunden wird Christian nun jährlich als Polizeihubschrauberpilot in der Luft verbringen und er weiß, dass auch der ein oder andere schwierige Flugeinsatz dabei sein wird:

“Wir gehen auch dann in den Einsatz, wenn Privatpiloten nicht mehr starten würden, aber auch uns sind natürlich Grenzen gesetzt, denn Sicherheit steht immer an oberster Stelle. Vieles kann man zwar mit technischem Know-how wettmachen, aber vor allem ist immer vollste Konzentration gefordert.”

http://www.noen.at/amstetten/christian-steiner-amstettner-fliegt-helikopter-der-polizei/31.023.311#

Wir gratulieren Christian zum erfolgreichen Abschluss der Prüfung und wünschen ihm viel Spaß bei der Erfüllung seines Traumes. Möge er immer ohne Bruchlandung aus dem Einsatz nach Hause kommen!