Polizisten müssen Messerangreifer erschießen, der zuvor bereits mehrere Menschen verletzt hatte

8. Januar 2017 at 15:20

Polizisten müssen Messerangreifer erschießen, der zuvor bereits mehrere Menschen verletzt hatteIn Duisburg (Nordrhein-Westfalen) wurden in der vergangenen Nacht mehrere Menschen durch einen Messerangreifer verletzt. Als dieser dann auf die Wache ging und ebenfalls Polizisten mit dem Messer angriff, mussten diese den Angriff mittels Schusswaffengebrauch stoppen.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei Duisburg in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, begann der 43-jährige Mann sein blutiges Handeln gestern Abend gegen 22:39 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Polizei eine Messerstecherei im Flutweg gemeldet. Ein 34-jähriger Mann wurde Opfer der Messerattacke, er erlitt eine Stichwunde an der Hüfte und musste zur ärztlichen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Das Opfer konnte den Täter beschreiben, so dass die Polizei mit mehreren Streifen nach dem Täter fahndete. Gegen 23:40 Uhr ging eine erneute Mitteilung über eine Messerstecherei bei der Polizei ein, diesmal auf der Höschenstraße. Opfer war diesmal ein 33-jähriger Mann, der mit einer Halswunde schwer verletzt in ein Krankenhaus verbracht werden musste.

Etwa zehn Minuten später die nächste Messerattacke in der Grenzstraße, die diesmal ein 23-jähriges Opfer traf. Auch hier stach der Gewalttäter sofort auf sein Opfer ein und verletzte es im Bauchbereich.

Dann ging der 43-jährige Gewalttäter auf die Wache Rheinhausen. Als er in der Schleuse stand randalierte er herum und hatte hierbei immer noch das Messer in der Hand. Alle Versuche den Mann zu beruhigen scheiterten, auch ein Pfeffersprayeinsatz zeigte keinerlei Wirkung.

Dann zerstörte der Mann die Scheibe der Durchreiche in der Schleuse, ein kleines rechteckiges Fenster, und gelangte mit einem Hechtsprung in den Wachraum. Hier ging er mit dem Messer auf die Polizisten los. Zwei anwesende Beamte setzten ihre Schusswaffen ein, um den Angriff zu stoppen.

Sie schossen jeweils einmal auf den Angreifer und trafen ihn am Bein und am Hals. Der Messerangreifer starb an den Folgen des Schusswaffeneinsatzes. Wie die Obduktion bestätigte, war der Halstreffer tödlich.

Bei den bisherigen Ermittlungen zeigte sich, dass der Verstorbene zum Alkohol- und Drogenmilieu gehörte. Ob er zum Tatzeitpunkt unter entsprechendem Einfluss stand muss die Blutuntersuchung zeigen. Die Ermittlungen hat die Mordkommission übernommen, die sowohl die Hintergründe der verschiedenen Messerangriffe erforschen muss, als auch die Rechtmäßigkeit des Schusswaffeneinsatzes.

Wir hoffen, dass die beteiligten Kollegen gut betreut werden, damit sie diesen schrecklichen Einsatz gut verarbeiten können und hoffen zudem auf ein positives Resultat hinsichtlich der Rechtmäßigkeit des Waffeneinsatzes!

Den Angehörigen des Verstorbenen gilt unser Mitgefühl.