Wieder Angriff auf Streifenwagen des Zentralen Objektschutz in Berlin

29. Januar 2017 at 19:05

Wieder Angriff auf Streifenwagen des Zentralen Objektschutz in Berlin

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Erst vor einer Woche berichteten wir über einen Angriff auf Streifenwagen in Berlin, bei dem im Steinhagel insgesamt fünf Polizeifahrzeuge – darunter auch Fahrzeuge des Zentralen Objektschutz Berlin (ZOS​) – stark beschädigt wurden. Zu diesem Vorfall war im Verlaufe der Woche auf einer einschlägigen Internetplattform das Bekennerschreiben der Linksextremen erschienen.

Nun gab es gestern erneut einen Angriff auf einen Streifenwagen des ZOS, der vor dem Dienstgebäude in der Dorotheenstraße geparkt stand. Wie die Polizei Berlin mitteilt, habe ein 35-jähriger Tourist ein mobiles Verkehrsschild aus dem Sockel gezogen und damit zunächst auf die Windschutzscheibe des Streifenwagens eingeschlagen.

Als diese dann zu Bruch gegangen war, steckte er das Verkehrsschild hindurch. Anschließend trat er noch den rechten Außenspiegel ab. Ein Mitarbeiter des Objektschutz konnte den Täter widerstandslos festnehmen und den Kollegen der Polizei übergeben.

Zum Glück saß zum Tatzeitpunkt niemand im Streifenwagen!

Als Folge des feigen Angriff von vergangener Woche wurde nun die bereits im vergangenen Jahr angekündigte Ausstattung der Streifenwagen mit Splitterschutzfolie vereinbart. Allerdings sollen nur die Seitenscheiben der Neufahrzeuge damit ausgestattet werden. Für Polizeifahrzeuge im aktuellen Fuhrpark soll dies nicht gelten, mit Ausnahme von vorhandenen Streifenwagen in Teilen von Kreuzberg und Friedrichshain.

Dieser Vorfall zeigt abermals, dass auch die Mitarbeiter des Objektschutz in einem gefährlichen Umfeld arbeiten. Sie sind Angestellte und genießen nicht den Schutz ihrer beamteten Kollegen. Sie verdienen weniger als die Beamtenkollegen, tragen aber dieselbe Uniform und haben weitreichende Polizeibefugnisse.

Es ist einfach unverständlich, wie manche meinen, ihren Wut und ihren Hass gegenüber der Uniform auszutoben. Nun waren es hier uniformierte Fahrzeuge, aber der Schritt ist nicht weit, auch gegenüber einem Kollegen handgreiflich zu werden. Und der Vorfall vergangene Woche zeigte deutlich, dass die Täter auch davor nicht zurück schrecken.

Und noch eins zeigt diese Sache: Es sind nicht nur die Linksextremen, die ihre Wut gegenüber der Polizei offen zeigen und gewalttätig werden. Sicher sind dies Einzelfälle und die überwiegende Mehrheit der Menschen stehen der Polizei freundlich bis zurückhaltend gegenüber. Dennoch ist dies eine Entwicklung, die nicht einfach nur akzeptiert und zu den Akten gelegt werden darf!