Anpassungen der Einstellungsvoraussetzungen bei der Polizei

19. Februar 2017 at 10:00

Anpassungen der Einstellungsvoraussetzungen bei der PolizeiDie Polizei in Sachsen-Anhalt will dieses Jahr 700 Polizeischüler aufnehmen, das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Zeitgleich gibt es aber weniger Schulabgänger Um trotzdem genügend Bewerber zu bekommen wurden die Anforderungen in einigen Ländern und beim Bund heruntergeschraubt.

In Sachsen-Anhalt, um bei diesem Beispiel zu bleiben, wurde die Mindestgröße gesenkt, das Mindestalter erhöht und die Schulnoten sind kein Ausschlusskriterium mehr.

Ist es also damit heute leichter Polizist/in zu werden?

Noch vor einigen Jahren brauchten Realschüler mindestens die Note Zwei in Deutsch, um eingeladen zu werden. Heute reicht es wenn man überhaupt einen Schulabschluss hat. Damit erreicht man viel mehr junge Leute die zum Test kommen, aber dabei muss auch kräftig ausgesiebt werden. Viele scheitern dann schon beim Diktat.

Im vergangen Jahr wurden an der Polizeischule knapp 2.000 Bewerber getestet, von denen knapp 800 übrig blieben und von denen wiederum die 300 Besten zugelassen wurden. Es werden junge Leute gesucht die keine Hau-Drauf-Typen sind, aber auch nicht diejenigen die duckmäuserisch in der Ecke stehen, sondern die vermittelnd und moderierend einwirken können. Sie sollten natürlich auch mit Selbstbewusstsein in entsprechenden Situationen zulangen können und in anderen auch zurückhaltend sein können.

Da man dieses Jahr 700 Polizeischüler braucht wurde deswegen das Verfahren vereinfacht. Man muss keinen Sporttest mehr bei der Polizei absolvieren, sondern nur noch eine Urkunde es Deutschen Sportbundes vorweisen, dass man das Deutsche Sportabzeichen in Silber absolviert hat. Außerdem wurden die Tests um einen Tag verkürzt und die Einstellungszusagen werden schneller verschickt.

Die Einstellungsvoraussetzungen die sich seit vielen Jahren bewährt haben wurden nun verändert und angepasst, doch mit welchen Folgen?