Ausschreitungen bei unbewilligter Kundgebung: Zehn Polizisten verletzt

26. Februar 2017 at 17:31

Ausschreitungen bei unbewilligter KundgebungGestern Abend wurden Einsatzkräfte der Polizei Bern (Schweiz) bei einer nicht bewilligten Kundgebung mit Steinen und anderen Wurfgegenständen angegriffen. Zehn Polizisten und eine weitere Person wurden nach bisherigen Erkenntnissen verletzt.

Gegen 20:30 Uhr kam es zu einer nicht bewilligten Kundgebung bei der Schützenmatte in Bern, bei der sich mehrere Hundert Personen versammelt hatten. Die Polizei Bern hatte Kenntnis über die nicht bewilligte Kundgebung bekommen und war mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Schon kurz nach dem die Teilnehmer der Kundgebung gegen 20:40 Uhr ihren Aufzug starteten, kam es zu Angriffen auf die eingesetzten Kräfte. Die Polizisten wurden gezielt mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern und anderen Wurfgegenständen angegriffen. Vermutlich passte es den gewaltbereiten Teilnehmern nicht, dass die Polizisten den Bereich absperrten, um einen Weiterzug der Kundgebung in die Innenstadt und damit einhergehende Sachbeschädigungen zu verhindern.

Zum Eigenschutz und um weitere Angriffe zu unterbinden setzte die Polizei Pfefferspray und Gummischrot ein, auch ein Wasserwerfer kam zum Einsatz. Die Beamten wurden teilweise mit Laserpointern geblendet.

Teilnehmer der Kundgebung errichteten daraufhin mehrere Straßenbarrikaden rund um die Schützenmatte und zündeten diese an. Auch ein Lkw wurde in Brand gesteckt und zahlreiche Fahrzeuge, die auf einem Parkplatz standen, wurden stark beschädigt. Ein Löschzug der SBB musste zur Brandbekämpfung anrücken.

Mehrfach musste durch die Polizisten der Kantonspolizei (Kapo) Bern Reizgas, Gummischrot und der Wasserwerfer zum Einsatz gebracht werden, bis die Angreifer sich gegen 22:30 Uhr in Gruppen auflösten und teils in Richtung Reitschule (Treff von Linksextremisten) zurück zogen.

Sechs Personen wurden vorläufig festgenommen. Ein Kundgebungsteilnehmer wurde verletzt in ein Spital gebracht.

Im Rahmen dieses Einsatzes wurden insgesamt zehn Polizisten durch Laserpointer und Wurfattacken verletzt, davon zwei Beamte der Transportpolizei und acht Polizisten/innen der Kapo.

Wir wünschen den verletzten Kollegen/innen eine schnelle und vollständige Genesung!

Bei einem solchen abgesprochenen Gewaltausbruch, bei dem es in der Absicht der Gewalttäter liegt, fremdes Eigentum und Menschen (in Uniform) zu schädigen, wundert es immer wieder, dass viele Verantwortliche in der Politik nichts von linker Gewalt wissen möchten.