Junger Polizist bedroht nach Nötigung Autofahrer mit Schreckschusswaffe

9. Februar 2017 at 17:59

Junger Polizist bedroht nach Nötigung Autofahrer mit SchreckschusswaffeAm Morgen des 08.02.2017, gegen 7:15 Uhr, kam es in Berlin Marzahn zu einer Nötigung und einer Bedrohung mit einer Waffe zwischen zwei Autofahrern. Nach den bisherigen Erkenntnissen war ein 38-jähriger Skodafahrer auf dem rechten Fahrstreifen auf der Bitterfelderstr. in Richtung Märkische Allee unterwegs.

Kurz vor der Märkischen Allee wechselte der 38-Jährige den Fahrstreifen und behinderte dort einen 24-Jährigen, der zu einer Gefahrenbremsung durch den Wechsel gezwungen worden sein soll.

An einer roten Ampel stieg der 38-jährige Skodafahrer aus und wollte den 24-Jährigen zur Rede stellen, da dieser gehupt und schnell auf den Skoda zugefahren sein soll. Der Skodafahrer wollte die Fahrertüre des Toyota öffnen, doch diese war verschlossen.

Der Toyotafahrer öffnete darauf das Seitenfenster und sagte, dass er Polizist sei. Dabei entdeckte der 38-Jährige eine Waffe in der Hand des 24-Jährigen und dass der Lauf auf auf ihn gerichtet war.

Der Bedrohte stieg daraufhin in seinen Wagen und rief die Polizei und folgte dem 24-Jährigen zum Polizeiabschnitt 62 in Biesdorf. Dort erstatteten beide Autofahrer Anzeige. Gegen den 38-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet.

Der 24-jährige, der tatsächlich Polizist der Berliner Polizei ist, sieht einem Verfahren wegen Bedrohung mit einer Waffe entgegen. Die Waffe stellte sich als Schreckschusswaffe heraus und wurde beschlagnahmt.

Beide Autofahrer haben sich hier nicht mit Ruhm bekleckert, aber was gar nicht geht: Als Polizist mit einer Waffe einen Menschen grundlos zu bedrohen. Das Gegenüber erkennt nicht unbedingt, dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelt.