Nach Verkehrsbehinderung Zivilfahnder angegriffen und schwer verletzt

13. Februar 2017 at 21:57

Nach Verkehrsbehinderung Zivilfahnder angegriffen und schwer verletztZwei Zivilfahnder der Polizei Dortmund (Nordrhein-Westfalen) wurden vorgestern von drei zunächst unbekannten Männern in der Missundestraße, Ecke Bornstraße, angegriffen und geschlagen worden.

Die Zivilbeamten waren auf dem Weg zu einem Einsatz. In der Missundestraße konnten die Beamten aufgrund eines Fahrzeugs, dass die Straße blockierte, nicht vorbei. Einer der Polizisten stieg aus um den Fahrer zu bitten das Fahrzeug um ein bis zwei Meter nach vorne zu fahren.

Der Fahrzeugführer reagierte auf die Bitte mit einem äußerst respektlosen und aggressiven Ton. Er beschimpfte die Beamten (die sich hier noch nicht als Polizisten zu erkennen gaben) aufs unflätigste. Die Zivilbeamten versuchten den Mann zu beruhigen und baten ihn nochmals, doch bitte das Fahrzeug ein Stück vor zu fahren.

Einer der Beamten ging zur Fahrertüre und wollte sich erkundigen warum der Fahrer so reagierte. Daraufhin stieg der Beifahrer aus und sagte zu dem Beamten: “Verpiss dich und fass ja nicht den Wagen an!”

Der aggressive Fahrer, ein 19-jähriger Dortmunder, versuchte ebenfalls seine Türe zu öffnen. Der Beamte, der ausgestiegen war, versuchte die beiden Aggressoren zu beruhigen und erklärte ihnen, dass sie nur in die angrenzende Straße möchten.

Der 19-jährige Fahrer wurde daraufhin noch aggressiver und drohte dem Polizisten ihn “platt” zu machen. Er kletterte über den Beifahrersitz und verließ das Fahrzeug. Genau in diesem Moment schlug der Beifahrer auf den 27-jährigen Beamten ein. Nun stieg der 28-jährige Kollege des Polizisten aus und gab sich lautstark als Polizist zu erkennen.

Trotzdem schlug der Mann weiter auf den Beamten ein. Zudem kam aus dem Kiosk, vor dem das Auto stand, ein weiterer 19-Jähriger und schlug ebenfalls auf den Zivilbeamten ein. Auch der Fahrer zeigte sich unbeeindruckt und ging auf den 28-jährigen Polizisten zu. Sofort begann er, obwohl er wusste, dass es sich um einen Polizisten handelte, auf diesen einzuschlagen.

Der 19-Jährige ließ von dem Beamten ab und schlug schließlich mit den zwei weiteren Tatverdächtigen auf den am Boden knienden 27-jährigen Polizisten ein. Als der Polizist am Boden lag trat der 19-Jährige noch auf ihn ein. Erst als dessen Kollege die Dienstwaffe zog, ließ der 19-Jährige von ihm ab.

Er flüchtete mit dem Unbekannten in die Missundestraße, doch nach 30 Metern drehte er wieder um, da sein Fahrzeug noch offen in der Straße stand. Er rannte aber an den Beamten vorbei in das Kiosk und kam mit einem Baseballschläger zurück. Obwohl der 27-Jährige sich erneut als Polizist zu erkennen gab, versuchte der Gewalttäter auf den Beamten einzuschlagen.

Gleichzeitig erschienen mehrere Personen an der Örtlichkeit und solidarisierten sich mit dem 19-Jährigen, obwohl sie den bisherigen Verlauf überhaupt nicht kannten. In der Zwischenzeit näherten sich Unterstützungskräfte. Als der 19-Jährige das Martinshorn hörte übergab er den Baseballschläger einer Frau aus dem Kiosk.

Die beiden 19-jährigen Gewalttäter konnten festgenommen im Kiosk werden. Der dritte Tatverdächtige konnte entkommen. Bei der Festnahme leisteten die beiden Schläger erheblichen Widerstand.

Die beiden Zivilbeamten mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden und waren nicht mehr dienstfähig nach diesen Attacken. Die beiden 19-Jährigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen nur wenige Stunden später aus dem Gewahrsam entlassen.

“Wir als Polizei werden nicht akzeptieren, dass man unseren Anordnungen nicht Folge leisten will. Wir werden unsere Maßnahmen immer und überall in der Stadt mit aller Konsequenz durchsetzen. Darauf sollten sich alle Tatverdächtigen einstellen”, so Polizeipräsident Lange zu diesem jüngsten Ausbruch von Gewalt und Aggressivität gegen Polizeibeamte.

Wir verurteilen diese feige Attacke auf die Kollegen aufs schärfste, wie auch alle anderen Übergriffe auf unsere Kolleginnen und Kollegen. Es kann und darf nicht sein, dass Banalitäten so ausarten!

Wir wünschen den Kollegen gute Besserung und dass sie den Angriff psychisch wie physisch gut überstehen.