Ulmer Polizeiapfel eine Dienstverpflegung?

18. Februar 2017 at 17:34

Ulmer Polizeiapfel eine Dienstverpflegung?Charly hat uns dieses Bild vom Ulmer Polizeiapfel mitgebracht. Allerdings handelt es sich hierbei weniger um die regelmäßige Dienstverpflegung der Ulmer Kollegen.

Nach einer Recherche lernen wir, dass es sich um einen mittelgroßen, goldgelben und weinsäuerlichen Apfel handelt, der anspruchslos im Wuchs ist. Frosthärte und eine lange Lagerfähigkeit sind ebenfalls Eigenschaften dieser Apfelsorte.

Doch wie kam der Apfel zu seinem Namen?

Der Ulmer Bürgersohn Otto Sutterer war im Ersten Weltkrieg in Moldawien, damals Rumänien, vermutlich in einer Versorgungseinheit eingesetzt. Dort lernte er, wie es heißt, eine Apfelsorte kennen, die ihm sehr gefiel und die er im Heimaturlaub mit nach Deutschland bzw. Südbaden brachte. Sein Nachbar, Bauer Anton Metz, veredelte die Sorte und sie schien in der Umgebung gut anzukommen.

Nach dem Krieg war Sutterer in Ulm Ortspolizist und es wird vermutet, dass sich der Name dieser Apfelsorte auf Grund seiner polizeilichen Tätigkeit in Ulm langsam einbürgerte, so dass bereits in den 1930ern auf Ausstellungen offiziell vom “Ulmer Polizeiapfel” die Rede war.