Vorstellung: Die Einsatz-/Notrufzentrale der Polizei München

20. Februar 2017 at 20:46

Was ist bei einem Notruf zu beachten?

500.000 Notrufe gehen im Jahr bei der Einsatzzentrale der Polizei München (Bayern) ein, bei denen ca. 300.000 Mal Polizisten zu einem Einsatz ausrücken. Das sind 1.000 bis 1.200 Anrufe pro Tag. Um diese Masse an Anrufen bewältigen zu können arbeiten bei der Notrufzentrale der Polizei München 25 Mitarbeiter im Dreischichtsystem rund um die Uhr.

Antenne Bayern hat die Beamten besucht um herauszufinden wie ein typischer Alltag in der Zentrale aussieht und was für einen Anrufer bei einem Notruf wichtig ist.

Das A und O ist die Zusammenarbeit und nahtlose Koordination zwischen den Beamten. Der eine ist für die Annahme der Notrufe zuständig und ein anderer verteilt die Streifenwagen. Nach besonders belastenden Einsätzen bekommen die Polizisten “Supervisionen”, sie können mit extra geschulten Beamten über das Erlebte reden um es verarbeiten zu können.

Jeder Anruf bei der Notrufzentrale wird grundsätzlich aufgezeichnet, um sie später nochmal anhören zu können oder auch zu Überwachungszwecken. Automatisch geortet werden die Anrufe aber nicht.

Was ist wichtig für jemand, der den Notruf wählt?

⚠️ Wann immer euch etwas verdächtig vorkommt, und sei es nur das beim Nachbarn Licht brennt, obwohl dieser im Urlaub ist, bitte immer die 110 anrufen. Es könnte ein Einbrecher sein, den man auf frischer Tat stellen könnte.

⚠️ Der Notruf 110 ist immer kostenlos, aus dem Festnetz und vom Handy. Nur Scherzanrufe werden strafrechtlich verfolgt und es folgt eventuell die Rechnung für den Einsatz.

⚠️ Meldet euch mit eurem Namen und eurer Anschrift, teilt mit, wo die Polizei hin kommen soll (Anschrift, Name, Etage, Besonderheiten bei der Anfahrt), was genau ist passiert, gibt es Verletzte?

⚠️ Wartet auf Nachfragen und beendet erst dann das Gespräch, wenn keine Fragen mehr bestehen.

Hier könnt ihr euch noch ein Video der Einsatzzentrale in München ansehen.