+Zeugenaufruf+ Nach Ausschreitungen beim Fußball verletzte Polizisten, Frauen und Kinder

5. Februar 2017 at 16:26

"Hasserfüllte Fratzen": Nach Ausschreitungen beim Fußball verletzte Polizisten, Frauen und Kinder“Hasserfüllte Fratzen”

Es ist ein beispielloser Akt von Hass und Wut, der sich da am Rande der gestrigen Fußballpartie Borussia Dortmund gegen RB Leipzig zugetragen und sich gegen jeden entladen hat, der den Gewalttätern im Weg stand.

Bereits vor dem Spiel hatten sich rund 350 bis 400 Anhänger aller Dortmunder Ultragruppierungen getroffen und warteten auf den Leipziger Mannschaftsbus, um diesen offenbar anzugreifen. Dies konnte durch starke Polizeikräfte unterbunden werden.

Doch dann entlud sich die Gewalt trotz vieler Einsatzkräfte, die sich vor Ort befanden, gegen diese, aber auch gegen jeden, der gerade anwesend. Selbst vor Frauen, Kindern oder Familien machte der wütende Mob keinen Halt.

Es flogen Steine, Flaschen, Dosen, ganze Bierkästen und Pyrotechnik gegen Polizisten und RB Leipzig-Anhänger. Insgesamt wurden unzählige Ordnungswidrigkeitsanzeigen, sowie 28 Strafanzeige aufgenommen.

Was aber noch viel schlimmer ist:

Es wurden zwei Polizistinnen, zwei Polizisten und ein Polizeidiensthund verletzt. Unter den RB Leipzig-Fans sind mittlerweile sechs Verletzte bekannt geworden.

Der erfahrene Einsatzleiter, Polizeidirektor Edzard Freyhoff, ist fassungslos:

“Völlig ohne Sinn und Verstand kam es plötzlich und unvorhersehbar zum Bewurf der Leipziger, Unbeteiligter und Polizisten. Mit einem massiven Polizeieinsatz, auch unter Einsatz von Pfefferspray und Einsatzmehrzweckstöcken, haben wir noch Schlimmeres verhindert!
Solche Bilder, in solche hasserfüllten Fratzen habe ich noch in keinem meiner Polizeieinsätze gesehen – ich bin schockiert!”

Sogar Mitarbeiter eines TV-Senders entgingen nur knapp schwerwiegender Verletzungen, als eine Metallstange auf sie geworfen wurde.
Elf Gewalttäter aus der Ultraszene des BVB und ein Leipziger wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizei sucht nun Zeugen, um diesen beispiellosen Gewaltausbruch verfolgen zu können: “Ich kann nur eindringlich alle Zeugen dazu ermuntern, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Ohne Zeugen und Hinweise sind uns ein weiteres Mal die Hände gebunden und die begangenen Straftaten werden folgenlos bleiben”, so der Einsatzleiter.

Zeugen melden sich in diesem Fall bitte unter der Rufnummer der Kriminalwache der Dortmunder Polizei 0231 – 132 7441. Auch Hinweise an den Verein sowie an Fanbeauftragte können die Ermittlungen entscheidende Schritte voranbringen!

Wir wünschen allen Verletzten eine schnelle und vollständige Genesung!