Bundespolizist durch Schwarzfahrer schwer verletzt: Nicht mehr dienstfähig

10. März 2017 at 14:54

Bundespolizist durch Schwarzfahrer schwer verletztEin Bundespolizist ist am Dienstagnachmittag in Essen (Nordrhein-Westfalen) bei der Verfolgung eines Schwarzfahrers schwer verletzt worden.

Ein Fahrkartenkontrolleur forderte gegen 16 Uhr die Bundespolizei zur Unterstützung an, da ein bislang unbekannter Mann keinen Fahrschein vorzeigen konnte. Bei der Personalienfeststellung durch den Fahrkartenkontrolleur verstrickte sich der Mann in Widersprüche, worauf der Kontrolleur die Bundespolizisten informierte.

Als der Zug in Essen Halt machte, stürmte der Mann sofort aus dem Zug. Der Kontrolleur konnte den eintreffenden Beamten den flüchtenden Mann noch von hinten zeigen, worauf die Polizisten sofort die Verfolgung aufnahmen. Einer der Beamten konnte den Flüchtenden nach einigen Metern einholen und festhalten.

Der Mann wehrte sich aber derart heftig, dass beide zusammen eine Treppe hinunter stürzten. Der Bundespolizist verletzte sich dabei so schwer, dass er sich in ärztliche Behandlung begeben musste. Der Schwarzfahrer konnte daraufhin unerkannt entkommen. Der Kollege wird die nächsten Wochen, seinen Dienst, nicht mehr aufnehmen können.

Die Bundespolizei wertet nun die Videoaufzeichnungen, die im Zug und am Essener Hauptbahnhof gemacht wurden, aus. Gegen den flüchtigen Tatverdächtigen wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Betrug ermittelt.

Wieder wurde ein Kollege aufgrund einer Banalität derart verletzt, dass er für Wochen ausfällt. Wir wünschen dem Kollegen gute Besserung!