Getötete Brandenburger Polizisten in bewegenden Trauerfeiern beigesetzt

19. März 2017 at 20:32

Getötete Brandenburger Polizisten in bewegenden Trauerfeiern beigesetzt

“Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern, tot ist nur, wer vergessen wird“

(Immanuel Kant)

 

Torsten K. (+52) und Torsten P. (+49) sind tot. Beide waren Polizisten mit Leib und Seele. Am 11.03. wurde Torsten K. und nun, eine Woche später, am 18.03., auch Torsten P. beigesetzt.

Auf ihrem letzten Weg, auf den beide viel zu früh und durch menschliche Grausamkeit geschickt wurden, waren sie nicht allein.
Rund 400 Menschen begleiteten sie jeweils auf ihrem letzten Weg. Erwiesen ihnen die Ehre, würdigten ihre Arbeit, ihr Tun.

Es ist immer noch unverständlich wie es dazu kommen konnte. Wie kann ein Mensch nur so etwas tun?

Bei vielen sitzt der Schock tief. Zu unwirklich ist das was geschehen ist. Die Polizisten, die noch mitten im Leben standen und so vieles vorhatten, mussten sterben, weil sie einen Mörder auf der Flucht aufhalten wollten. Einen Mörder, der vorher schon einen Menschen, seine eigene Großmutter, umgebracht hatte.

Die Männer bezahlten ebenfalls mit dem kostbarsten was sie hatten: ihrem Leben. Sie hinterlassen jeweils Ehefrau und drei Kinder.
Wie soll man ihnen erklären was geschehen ist? Nichts kann ihnen ihren Ehemann und Vater wiedergeben.

Zu den Beisetzungen von Torsten K. und Torsten P. sind Familienmitglieder, Kollegen, Politiker und auch Bürger gekommen. Sie alle trauerten gemeinsam, standen sich und den Familien in diesen schweren Stunden bei. Einige Kollegen sind aufgrund der schlimmen Ereignisse krankgeschrieben.

Die Polizeipfarrer und Trauerredner berichten von den Leben der Männer als Vater, Ehemann, Freund und Polizist.

Das Wirken der beiden wird fortdauern. Die Erinnerung an sie wird sie lebendig halten. Ihre Kinder werden stolz sein, solche Väter gehabt zu haben. Die Tochter von Torsten P. las zur Beisetzung ihres Vaters mit tränenerstickter Stimme einen Brief vor: “Du wirst in unseren Herzen ewig leben, als Mensch, der alle zum Lachen gebracht hat. Es tut weh, erkennen zu müssen, dich nie wieder drücken zu können.”

Die letzte Dienstreise von Torsten K. und Torsten P. ist mit ihrem letzten Weg nicht beendet. So erklang zur Beisetzung von Torsten P. das Lied “Das Leben ist schön” von Sarah Connor, in dem es heißt:

“Ich will keine Trauerreden,
ich will keine Tränen sehen,
kein Chor der Halleluja singt.
Ich will, dass ihr feiert,
ich will, dass ihr tanzt.“

Wir waren und sind in Gedanken bei den Familien und Kollegen, die diesen Verlust erst begreifen und verkraften müssen. Ihr seid mit Eurer Trauer nicht alleine.

Die beiden Torsten bleiben unvergessen Teil der Polizeifamilie ⚫💙⚫

Die bundesweite Schweigeminute findet am kommenden Samstag, 25.03., 17 Uhr, statt.