Nach Taser-Einsatz zeigt sich Randalierer “ausgesprochen kooperativ”

15. März 2017 at 13:47

Nach Taser-Einsatz zeigt sich Randalierer "ausgesprochen kooperativ"Der Taser ist als Einsatzmittel umstritten, da die Kritiker der Meinung sind, dass man damit auch Menschenleben gefährden könne. Wir berichteten bereits darüber, dass des Distanz-Elektroschock-Impuls-Gerät (DEIG) z.B. in Berlin und in Rheinland-Pfalz im Streifendienst getestet wird. Die Spezialeinsatzkräfte setzen den Taser bereits seit Jahren ein.

Dass der Taser tatsächlich genau die Wirkung erzielen kann, die gewünscht ist – und das ohne eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Bürger oder Polizisten -, zeigt ein Vorfall in Trier (Rheinland-Pfalz).

Ein 27-jähriger Tatverdächtiger schlug nach ersten Ermittlungen einem anderen Gast unvermittelt eine Getränkedose ins Gesicht und verletzte den Mann. Danach versuchte der aggressive 27-Jährige auf einen weiteren Gast mit einem Glas einzuschlagen. Darauf informierten Zeugen die Polizei.

Beim Eintreffen der Beamten lagen die zwei Geschädigten auf dem 27-jährigen Trierer am Boden und versuchten ihn festzuhalten. Durch die massive Gegenwehr konnten dem Mann keine Handschellen angelegt werden. Da der Mann sich weiterhin extrem gegen die Maßnahmen wehrte und noch nach den Polizisten schlug, drohten ihm die Beamten mit dem Einsatz des Tasers.

Kurz darauf setzten die Polizisten der Polizeiinspektion Trier den Taser gegen den 27-Jährigen ein. Die kurze Zeit der Wirkung nutzten die Beamten um den Mann zu fesseln, damit sie ihn zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam nehmen können.

Von der Wirkung des Tasers war der junge Mann wohl so beeindruckt, dass er sich danach “ausgesprochen kooperativ” zeigte. Wie er auch zugab, “aus Angst vor einem erneuten Einsatz des Tasers”.

Gegen den 27 jährigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Am Samstag, 11. März, ordnete der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier auf Antrag der Staatsanwaltschaft die einstweilige Unterbringung des Tatverdächtigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an, da dringende Gründe für die Annahme bestanden, dass er an einer psychischen Störung leidet.

Ohne Tasereinsatz wäre der Einsatz vermutlich ganz anders abgelaufen. Solche Einsätze zeigen, wie wichtig der Taser für uns wäre.