Polizist gibt Tipps gegen Einbrüche und wird selbst Opfer

15. März 2017 at 20:24

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu Sorgen

Christian Krimpmann aus München, selbst Polizist, gibt präventive Tipps gegen Einbrüche. Nun wurde er selbst Opfer eines Einbrechers. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses und selbst bei der Kriminalpolizei gibt zerknirscht zu: “selber Schuld”.

Bei dem 39-Jährigen wurde am vergangenen Mittwoch in seinen Kellerraum eingebrochen und wertvoller Champagner und Cremant gestohlen. Der Vorsitzende des Bezirksausschusses Maxvorstadt und seit fast 20 Jahren bei der Kriminalpolizei ist zuständig für organisierte Kriminalität.

Die präventiven Tipps der Polizei gegen Einbrüche lauten: Türen immer abzusperren und Wertgegenstände nicht so zu platzieren, dass sie von außen einsehbar sind. Nur schlecht, wenn sich die Tippgeber selbst nicht an die eigenen Ratschläge halten. “Das ist ein klassischer Fall von ‚Selber Schuld‘, das ist mir schon bewusst”, sagt Christian Krimpmann.

Am Mittwochabend wollte er eine Flasche Champagner aus dem Keller holen, da seine Schwägerin zu Besuch kommen wollte. „Im Keller sah ich schon, dass das Schloss auf dem Boden lag, die Türe stand einen Spalt weit offen und der Ring am Schließblech war kaputt.“ Dem Kommissar war klar: Hier waren Einbrecher am Werk. Und zwar offenbar Genuss-Ganoven! Denn mitgenommen haben die Täter nur die teuren Flaschen. Selbst Elektrowerkzeug ließen sie liegen. “Die haben sich nur auf die Spezialitäten konzentriert”, gibt Krimpmann zu.

Die Flaschen hatte die Familie erst wenige Tage zuvor gekauft. Die Kartons der hochwertigen Spirituosen standen noch im Kellerabteil. Für die Einbrecher hätte es kaum besser laufen können. “Die haben die Flaschen einfach wieder in die Kartons gepackt und sind damit getürmt”, sagt Krimpmann.

Der 39-Jährige hat mittlerweile Anzeige erstattet. “Die Kollegen auf der Wache haben sich natürlich amüsiert. Einer hat sogar netterweise meine Frau verdächtigt”, sagt Krimpmann. Lachend gesteht er: “Wer den Schaden hat…”

Rein gekommen sind die Diebe in das Wohnhaus wohl über eine Eingangstür, die nicht immer konsequent verschlossen ist. Und die wertvollen Flaschen waren zudem durch die Holzlatten der Kellerabteiltür von außen zu sehen. “All das, was man normalerweise vermeiden sollte”, sagt Krimpmann. Er nimmt es mit Humor. Konsequenz aus dem Keller-Krimi: “Wir werden die wertvollen Sachen nicht mehr im Keller lagern, sondern eben woanders.” Auch ein präventiver Tipp.

Lustig war die Angelegenheit auf der einen Seite nicht, da ein beträchtlicher Schaden entstanden ist. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es gerade einen Kripo-Beamten trifft, der auch noch für organisierte Kriminalität zuständig ist, lässt einen doch wieder schmunzeln.

Auch wenn er es hätte besser wissen müssen, da er vom Fach ist, zeigt die Sache, dass man aus Fehlern am Besten lernt 😉