Polizist springt in die Donau und rettet Suizidenten, der dankbar für seine Rettung ist

17. März 2017 at 20:01

Dieser Vorfall im bayerischen Deggendorf könnte nicht in größerem Kontrast zu unserem vorherigen Bericht stehen, aber die Geschichten die das Leben schreibt, sind es ebenso. Und der Mut dieses Polizisten ist es wert, gewürdigt zu werden.

Polizeiobermeister Fabian Pittner, 26 Jahre jung, hat erst am 1. März seinen Dienst auf der Dienststelle in Deggendorf angetreten, Vorher war er in Dingolfing eingesetzt. Schon nach zwei Wochen an seiner neuen Wirkungsstätte kam er in die Situation, sein eigenes Leben zu riskieren, um das eines anderen zu retten. Und die Umstände waren nicht gerade günstig.

Um die Mittagszeit am vergangenen Montag erreichte die Polizei in Deggendorf der Notruf eines Autofahrers. Dieser hatte auf der Maxbrücke einen Mann gesehen, der sich offenbar in die Fluten der Donau stürzen wollte. Fabian Pittner und sein Streifenpartner Roland Baier saßen sofort im Streifenwagen und eilten zur Maxbrücke.

Dort konnte sie aber keinen Mann mehr sehen. Erst nach einer Absuche der Umgebung sahen sie den Mann in den Fluten treiben, etwa 30 Meter vom Fischerdorfer Ufer entfernt in Richtung Hafen. Ganz offensichtlich kämpfte er gegen die Strömung an. Die beiden Polizisten versuchten, den havarierten Mann zu beruhigen und eilten vom Fischerdorfer Ufer aus zu ihm.

Kollege Pittner fackelte dann auch nicht lange, er zog sich aus bis auf Diensthose und T-Shirt und sprang in die Donaufluten, die mit sieben Grad Celsius gefährlich kalt waren. “Ich war gleich drin, und an der Stelle wird’s sehr schnell tief”, berichtete der 26-jährige Polizist.

Nach ein paar kräftigen Schwimmzügen war Fabian Pittner bei dem Mann, dem es schon ziemlich kalt war und der Pittner zurief: “Ich saufe gleich ab.” Pittner erklärte dem Mann das weitere Vorgehen, dass er ihn auf den Rücken drehen und im Rettungsgriff zum Ufer bringen werde. Der Mann ließ sich dann auch bereitwillig vom Beamten nehmen, so dass er ihn zum rettenden Ufer brachte.

Dort wartete bereits Kollege Roland Baier. Gemeinsam zogen sie ihm die durchtränkte Jacke aus, doch plötzlich war überall Blut zu sehen. Der 54-jährige Mann hatte sich offenbar zuvor auch noch die Pulsadern aufgeschlitzt. Doch trotz seiner vorherigen Absichten war er dankbar für das beherzte Eingreifen der Polizisten. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht. Auf Pittner wartete eine wärmende Dusche auf der Dienststelle.

Sein neuer Chef in Deggendorf, Stephan Seiler, lobte den neuen Mitarbeiter anerkennend: “Das war ein Einsatz schon deutlich über das dienstliche Maß hinaus.”

Danke, lieber Fabian, für dein beherztes Eingreifen und die Lebensrettung! Unserem Respekt und unserer Anerkennung kannst du dir sicher sein 👏